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Was macht dich glücklich? Neugierig?

Konzept für ein Buch

 

Ein junger Protagonist auf der Suche nach der eigenen Identität und dem Sinn des Lebens. Was den Protagonist trifft, Enttäuschungen, Schwierigkeiten.

 

Zwischen Praktika, Ausbildung, Leere, Arbeitslosigkeit und Ausgang, kurze Frauengeschichten,

 

 

Datinggeschichten, alle schlimmen Frauen nacheinander. Ein Mensch, der nicht weiss, was er will, findet auch nichts. Auf der Suche nach Liebe. Oder so was ähnliches. Hier folgt ein Text meiner Reise, welches ich 2006 gelesen habe. Viel Spass!

 

Dopamin

 

Psychologie Heute – Juli 2006 – Heiko Ernst

 

  • Wie Neugier sie glücklich macht
  • Ob Geld glücklich macht
  • Wie lassen sich Langzeitbeziehungen und die damit verbundene sexuelle Treue mit der Neugier vereinbaren?

 

Neugier

 

Die Jagd nach dem Glück endet nicht selten in Frust oder Langeweile. Wir erhoffen uns zuviel von den falschen Dingen. Was gefällt uns wirklich? Zufriedenheit, so zeigt die Neuropsychologie, ist das Ergebnis tätiger Wissbegier: Nichts befriedigt auf lange Sicht so sehr wie die Suche nach neuen Erfahrungen und Informationen – nach Sinn.

 

Was erwartet der Mensch wirklich vom Leben? Eine einfache Frage, so scheint es: Er will möglichst viel Lust und Glück – bei gleichzeitiger Vermeidung von Unlust und Unglück. Er strebt zwar nach Geld, Liebe oder Macht oder Genuss, aber sein Hauptmotiv ist die Suche nach Frieden, Sicherheit und Geborgenheit. Verwunderlich nur, dass er sich so oft langweilt oder die Früchte seines Strebens nicht so recht geniessen kann. Was ist also der ideale Zustand? Der Schlüssel zur Zufriedenheit ist, scheinbar paradox, eine bestimmte innere Unruhe: die unstillbare menschliche Lust auf Neues. Das Gehirn als Zentralorgan der Zufriedenheit braucht kein dolce far niente (Nichtstun), sondern genau das Gegenteil: Aktivität. Es will beschäftigt sein, und es hungert vor allem nach neuen und möglichst herausfordernden Aufgaben und Erfahrungen.

 

Was ist eigentlich Dopamin?

Der Stoff, aus dem Zufriedenheit gemacht wird, heisst Dopamin. Dopamin ist ein so genannter Neurotransmitter, ein Botenstoffmolekül, das lange Zeit für die „Lustchemikalie“ des Gehirns gehalten wurde, denn Dopamin fliesst immer dann, wenn der Mensch sich was Gutes tut – essen, lieben, Genussdrogen nehmen… *hehe*

 

Mitte der 90er Jahre stellte sich jedoch heraus, dass Dopamin auch dann ausgeschüttet wird, wenn Unangenehmes erduldet werden muss – etwa Lärm oder Schmerzen. Dieser vermeintliche Widerspruch lässt sich so erklären: Dopamin ist eher ein Stoff der Antizipation als der Belohnung nach dem Erreichen eines Zieles. Dieser Transmitter ist immer dann im Spiel, wenn sich der Organismus angesichts einer neuen Situation auf eine Aktivität oder Reaktion vorbereiten muss.

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Wie geht das jetzt schon wieder?

Die Dopaminausschüttung ist tatsächlich mit positiven Empfindungen verknüpft. Aber der Schlüssel zu ihrer Wirkungsweise ist das Element der Neuigkeit, das in angenehmen und unangenehmen Situationen gleichermassen enthalten sein kann. Erhöhter Dopaminfluss ist also die Reaktion des Gehirns auf eine Überraschung oder Herausforderung, vor der ein Mensch steht.

 

Unsicherheit ist der Schlüsselfaktior in der Chemie. Die Dinge vorherzusehen, die Umwelt zu enträtseln und so das Überleben zu sichern, das ist die eigentliche Kernkompetenz des Menschen. Unser Gehirn ist wissbegierig aus Notwendigkeit. Wir sind neugierig, weil wie seit jeher zum Informationssammeln verurteilst sind, um zu überleben. Die Wissbegierigkeit ist so ausgeprägt, dass wir dafür sogar negatie oder schmerzliche Informationen in Kauf nehmen: Es ist immer noch besser, sich einer Niederlage oder einen Verlust einzuhandeln, als im Ungewissen zu bleiben.

 

Die Ausschüttung von Dopamin als Reaktion auf neue Informationen ist die Essenz von befriedigenden Erfahrungen.

 

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Geld oder wieso wir konsumieren

 

Die Glücksforschung hat in den letzten Jahrzehnten herausgefunden, dass alles, was wir gemeinhin als lustvoll und erstrebenswert erachten, dem Gesetz der „hedonistischen Tretmühle“ unterliegt: Wir gewöhnen uns sehr schnell an die Dinge, die uns glücklich machen sollen. Und wir müssen die Dosis steigern: Gutes Essen, Unterhaltung, Vergnügen und Spass aller Art – all das muss richtig (und das heisst sparsam) dosiert werden, sonst lässt die Wirkung bald nach.

 

Immer wieder hat die Glücksforschung den komplizierten Zusammenhang von materiellem Wohlstand und Glück untersucht. Als gesichert gilt heute, dass ab einem bestimmten Wohlstandniveau – das heisst, wenn alle Grundbedürfnisse ausreichend befriedigt werden können – ein Zuwachst an Reichtum keine grosse Rolle für das Wohlbefinden spielt. Mehr Geld als nötig macht nicht glücklicher. Wenn man mehr Geld hat, als man eigentlich braucht, steht nicht mehr die Freiheit der vielen Optionen im Vordergrund, nicht mehr die Lust, sie zu verwirklichen. Plötzlich schlägt der Besitz von Geld um in die Angst, es zu verlieren.

 

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Sex und Liebe

 

Wie lassen sich Langzeitbeziehungen und die damit verbundene Treue mit der Neugier vereinbaren? Ist eine Beziehung per se zu sexueller Langeweile verdammt, wenn das unstillbare Bedürfnis nach neuen Erfahrungen nicht befriedigt werden kann oder darf?

 

Die steigenden Scheidungszahlen und die hohe Dunkelziffer der Seitensprünge scheinen diese Langeweilevermutung zu bestätigen. Vor allem dann, wenn Sex gleichgesetzt wird mit „Orgasmus“.

 

In einer grossen amerikanischen Studie über sexuelle Aktivität und Zufriedenheit zeigte sich folgendes Bild: Die befragen Männer und Frauen hatten in 81 Prozent (Männer) und 43 Prozent (Frauen) der Akte Orgasmen, wenn sie sich erst kurze Zeit kannten.

In längerfristigen Beziehungen (ab 1 Monat) lag die Zahl der Orgasmen nur bei 75 respektive 25 Prozent. Das spricht für die stimulierende Wirkung des Neuigkeitseffektes.

 

Ganz anders sieht das Bild aber aus, wenn nach sexueller Zufriedenheit gefragt wurde:

In Langzeitbeziehungen waren 51 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen „sehr zufrieden“, bei den Kurzzeitbeziehungen jedoch jeweils nur 16 Prozent.

 

Not just for One Night

Und wenn es um die emotionale Zufriedenheit geht, sind die Langzeitbeziehungen ebenso deutlich von Vorteil. Paare, die länger zusammenleben, haben öfter „grossartigen Sex“, in Kurzzeitbeziehung mag die Quantität der Orgasmen höher sein, der Sex insgesamt wird aber eher als mittelmässig eingestuft.

 

Die grössere sexuelle und emotionale Zufriedenheit geht wohl auf die als positv empfunden Vertrautheit zurück. Sexualwissenschafter sehen als ausschlaggebenden Faktor für die sexuelle Zufriedenheit das Mass an Aufmerksamkeit, das dem Orgasmus des Partners geschenkt wird.

 

Kann die Lust nach Neuem auch innerhalb der Partnerschaft befriedigt werden?

 

Ja, wenn beide Partner es schaffen, aus der „Komfortzone“ wieder in einen „Wachstumszyklus“ zu gelangen. Sie müssen es schaffen, sich wieder neu zu entdecken. Das ist möglich, wenn sie ihre „Fusion“ durch „Differenzierung“ rückgängig machen. Mit Fusion ist das allmähliche Verschwinden der Individualität des Partners gemeint. Der andere ist so vorhersehbar und vertraut geworden, dass er nicht mehr als Individuum mit einen Wünschen und Rechten erkannt wird. In der Differenzierung geht es nun darum, auch bei grösster Intimität den Sinn für die eigene Identität und die des Partner zurück zu gewinnen. Dies geschieht beispielsweise dadurch, dass Konflikte nicht unterdrückt, Defizite und Enttäuschungen Ausspricht und sexuelle Wünsche und Fantasien frei äussert – auch auf das Risiko hin, den anderen zu verstören.

 

FAZIT von Chantal: Am besten ist Sex, wenn er es ermöglicht, Neues zu erfahren auf der Basis von Sicherheit und Vertrauen.



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