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Der Rebel-Look: She will rock you, Baby!

Frau muss nicht zu den Anhängern der Sex-Pistols gehören, um den Rebel-Look tragen zu können. Dieser Stil wird oft als Modetrend bezeichnet, hat allerdings einen festen Platz in unserem Kleiderschrank verdient, da er ein langlebiger Gast auf den Straßen der Mode ist.
Rebellisch und stark – das sind die Worte, die den Rebel-Look am besten beschreiben. Für mich hat er die Aussage: Du bist jung, unabhängig und selbstbewusst. Du kümmerst dich nicht darum, was andere Leute von dir halten. Und das Wichtigste: Trag, was du willst.

Zeit für das wilde Lebensgefühl
Lederjacken und Nietenarmbänder dienen uns heute, um unseren Outfits einen wilden Look zu verpassen. Wer denkt, dass dies ein moderner und junger Trend sei, der liegt falsch. Der Trend geht zurück auf die Zeit der jungen Wilden um 1950 in den USA.
Nach den harten Jahren des Krieges wurden die Kleidervorschriften für Frauen wurden eingeführt. Von neuen Vorschriften und Idealen geprägt, stellten sich Jugendliche protestierend dagegen. Die jungen Leute hatten es satt, angepasst und unterdrückt zu werden, und suchten nach einem neuen Lebensgefühl. Inspiriert durch Hollywood-Spielfilme und der aufkommenden Musikrichtung Rock ’n‘ Roll fanden Jugendliche ihren ganz eigenen Stil, sich zu kleiden. Weg von den Kleidungsvorschriften der Erwachsenen eiferten sie Idolen wie James Dean und Marlon Brando nach, welche für sie Freiheit und Unabhängigkeit verkörperten. In Filmen wie Der Wilde (1953) spielte Brando einen frustrierten, jungen Mann und Anführer einer Rockerband. Sein Look wurde Quelle des neuen, modischen Lebensgefühls: der sogenannte Rebel-Look, definiert durch die Perfecto-Lederjacke und Jeans. Ab dieser Zeit war es in, ein Rebell zu sein und dies durch den möglichst derben Kleidungsstil der Gesellschaft zu zeigen.

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Wer wagt, gewinnt
Seit 1950 kamen unterschiedliche Einflüsse zum Rebel-Look hinzu. Der Punk provozierte mit coolen Bandshirts, wie zum Beispiel 1976 das Sex-Pistols-T-Shirt von Vivienne Westwood mit dem pikanten Slogan: Anarchy in the U.K. Sex Pistols.
Durch Designer wie Jean Paul Gaultier lief der Rebell erstmals auf den Laufstegen der Welt und bewies, dass er auch zur Haute Couture taugt. Bekannt ist Gaultier für seine extravagante Unterwäsche und Korsetts. Aufsehen erregte er 1990 mit einer gewagten Corsage mit spitzen BH-Körbchen für Madonnas Blonde-Ambition-Tour. Damit setzte er einen neuen, provozierenden Trend für selbstbewusste Frauen.
Heutzutage dient der Look nicht mehr vorwiegend dem Zweck, gegen die Zwänge in der Gesellschaft zu protestieren, hat allerdings seinen rebellischen Charakter behalten. Frei nach dem Motto: Trägst du Leder und Nieten, dann bist du härter als die anderen.
Es gibt viele Variationen, den Rebel-Look zu tragen. Nicht nur die schrillen Rockstars des 21. Jahrhunderts orientieren sich am Erscheinungsbild des Protests. In vielen Läden werden Biker-Boots, Jeans im Destroyed-Look und Accessoires mit Nieten als Alltagskleidung verkauft. Wenn frau ein Händchen fürs Kombinieren hat, dann kann der Rebel-Look sogar bürotauglich sein.

Das Schöne an ihm ist, dass niemand gleich damit aussieht. Egal ob frau sich an den Rockstar-Look im Ganzkörper-Lederoutfit mit viel Schmuck und wilder Frisur hält oder einfach nur Akzente mit der Lederjacke setzt – ein Blick bleibt immer an der Trägerin hängen. Es reicht schon, wenn frau sich ein paar Basics dieses Looks besorgt, um abwechslungsreich zu kombinieren. Eine Lederjacke zum Beispiel wirkt über jedem Oberteil anders. Für den harten Rockstar-Look trägt frau ein Bandshirt unter der Jacke. Möchte frau es ein bisschen schicker, so verzaubert auch eine schlichte Seidenbluse mit Statement-Kette. Ich kombiniere meine Lederjacke gern mit dem Kleinen Schwarzen. Dadurch bekommt der sonst feminine Charakter des Kleides eine wilde und härtere Note, welche einen ganz neuen Reiz schafft.

 

 

Der Rebel-Look ist auch heute noch eine starke Form, um Aufmerksamkeit zu erregen und seinen Outfits eine gewisse Note Rebellion zu verleihen. Viele Menschen nutzen den ausgefallenen Kleidungsstil, um in dieser Form ihr Selbstbewusstsein nach außen zu zeigen. Wem es ein bisschen an Selbstbewusstsein mangelt, der kann durch den Rebel-Look Mut bekommen, aus sich herauszugehen.
Früher haben die Menschen mit dem Rebel-Look für mehr Freiheit im Leben und in der Mode gekämpft – und die Rebellion hat funktioniert. Noch nie war die Mode so facettenreich wie im 21. Jahrhundert, und das auch dank den jungen Wilden von damals.



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