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Von der Cheerleaderin zur Kinderschänderin – Justizirrsin aus Homophobie

Die süße High School Schülerin aus Florida war beliebt: Sie hatte die besten Noten, spielte in der Basketball-Mannschaft, sang im Chor und feuerte als Cheerleaderin das Footballteam ihrer Schule an. Ihre Mitschüler hatten sie sogar als Person mit dem größten „school spirit“ ausgezeichnet. Und jetzt das!

Seit über einem Jahr lebt Kaitlyn in einer lesbischen Beziehung mit einer 3 Jahre jüngerin Mitschülerin. Kaitlyns Eltern, ihre Mitschüler und sie selbst haben damit keine Probleme. Doch die Eltern ihrer Freundin leider schon.

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Vom Coach verpetzt
Aufgeflogen war die Liebesbeziehung an der Sebastian River High School vor drei Monaten: Die gemeinsame Basketballtrainerin der Mädchen hatte die Mutter  der damals 14-Jährigen über ihren Verdacht informiert. Die Mutter von Kaitlyn Freundin nahm daraufhin heimlich ein Telefongespräch des Paares auf, in dem die beiden Mädchen über einen Kuss auf der Schultoilette sprachen. Am nächsten Tag wurde Hunt in Handschellen aus dem Elternhaus abgeführt. Die strenggläubigen Eltern der 14-Jährigen sorgten auch dafür, dass Hunt der Schule verwiesen wurde.

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Weltweite Unterstützung im Kampf gegen den Justizirrsin
Nur drei Jahre Altersunterschied und die eindeutige Aussage beider Mädchen, dass die Beziehung einvernehmlich sei  ändern nichts daran, dass Kaitlyn an ihrem 18. Geburtstag von der beliebten Cheerleaderin auf einmal zur Kinderschänderin wurde. Die Anklage der homophoben Eltern führte weltweit  zu Online-Protesten: So hat die Facebook-Seite „Free Kate“ inzwischen mehr als 40.000 Mitglieder. Mehr als 160.000 Menschen haben außerdem eine Online-Petition unterschrieben. Die Angeklagte wird auch von Prominenten wie Kelly Osbourne unterstützt.

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Kaitlyns Eltern werfen nun den Eltern der jüngeren Partnerin vor, aus Homophobie gehandelt zu haben:

„These people never came to us as parents, never tried to speak to us … and tell us they had a problem with the girls dating,“ Kaitlyn Hunt’s mother, Kelley Hunt-Smith, wrote. „They were out to destroy my daughter. [They] feel like my daughter ‚made‘ their daughter gay.“

Der Bezirkssheriff will damit allerdings nicht zu tun haben: „Wenn das ein 18-jähriger Junge und ein 14-jähriges Mädchen gewesen wäre, hätten wir genauso Anklage erhoben„, erklärte Deryl Loar. 

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Die Staatsanwaltschaft hatte Kaitlyn einen Deal angeboten: Wenn sie sich schuldig bekennt, werde die Anklage auf „Kindesmissbrauch dritter Klasse“ reduziert. Sie erhielte voraussichtlich zwei Jahre lang Hausarrest und müsste in dieser Zeit eine Fußfessel tragen (und die Kosten dafür übernehmen). In diesem Fall würde Kaitlyn in die Sexualstraftäterdatei eingetragen werden, gemeinsam mit Vergewaltigern und Kinderschändern. Ein Eintrag in dieser Datei würde die Zukunft der 18 jährigen komplett ruinieren. So dürfte sie beispielsweise nicht in der Nähe von Spielplätzen leben und keine pflegenden Berufe ausüben.  Kein Wunder also, dass Kaityn diesen Deal abgelehnt hat. Am 20. Juni muss sie sich nun dem Gericht stellen. Sollten die weltweite Proteste auf taube Ohren stoßen und Kaitlyn trotz allem verurteil werden drohen ihr 15 Jahre Haft.

Wir bleiben auf jeden Fall dran und drücken den beiden Mädels die Daumen. Schließlich hatten wir doch alle schon einmal was mit älteren Frau, oder nicht? 

 

 



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