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Review: Brot lädt ein Chicago (ZH 16.12.11)


Grelles Chaos tänzelnd edler Gestalten

Einführung

Chantal Genoud, die Verfasserin dieser Kritik, und auch bekannt als Baby Schlumpf oder kurz Schlumpfi, möchte sich an dieser Stelle kurz vorstellen:  Sie ist gebürtige Schweizerin, 26 Jahre alt, aus dem Grossraum Zürich, single (und heiss!) und mit ihrer redaktionellen Chefin des Blogs lesbian chic wohl an jeder Brot Party dabei gewesen. So auch letzten Freitag, den 16. Dezember 2011, im Club Cabaret in Zürich.

Eintritt bezahlen? Ne, wir sind hip!

Pünktlich zum Partybeginn um 23 Uhr (es standen schon Leute um 22.45 Uhr an, um eine lange Wartezeit zu umgehen), taten Schlumpfi und Fini nicht nur so, als wären sie wirklich cool und wichtig, sie waren es auch. Denn:  Sie standen auf der Gästeliste!

Herzlichen Dank dafür an die Organisatorinnen! Das bedeutet aber noch lange nicht, dass Baby Schlumpf jetzt schreiben muss, die Party wäre gut gewesen. Schlumpfi behält sich nämlich vor,  eine eigene Meinung zu haben. Deshalb: Gut war die Party nicht. Sie war sensationell!

Die Show

Bezaubernde Darstellerinnen in Spitzenkostümen tanzten himmlisch auf der Bühne zu fetten Beats, drehten Pirouetten, lachten, flirteten, spielten miteinander und mit dem Publikum, bemalten sich mit blauer Farbe und setzten sich dabei leidenschaftlich gut in Szene. Eigentlich hätten sie auch einfach nur dastehen können, denn die Künstlerinnen waren so scharf, dass das alleine schon eine äusserst prickelnde Show für sich war, die ganz selbstverständlich neben der eigentlichen Party ablief. Sie tanzten, während die anderen tanzten. Alle tanzten!

Die perfekte Hintergrundmusik für die Jagd

Die Musik war House vom Allerfeinsten. Und inspirierend für das Hauptziel des Schlumpfenabends. Denn: Schlumpfi war (einmal mehr) auf der Suche nach weichen Drogen, per se Cannabis, und sprach dutzende von Leuten an, die ganz easy und sozial und friedlich mit ihr teilten. Zürich war mal chillig drauf, gänzlich ohne Arroganz und Heuchelei. So rauchte Baby Schlumpf, nun bekifft smilend,  ab und an und ab und an und ab und an (…) einen Joint. Doch die Nacht hatte noch mehr zu bieten: Baby Schlumpf mutierte dank den stampfenden Beats und den grünen Augen zu  einem  jagenden Player und lernte eine süsse Sie kennen.

Der Kuss

Die süsse Sie war zwar heterosexuell, jedoch eben eine süss anzuschauende,  junge, blonde Chica. Die Situation war ganz locker, richtig flauschig, sassen sie doch im Loungebereich auf einem runden Sofa mit vielen in leidenschaftlichem rot gehaltenen Kissen. Schlumpfi wollte die süsse Sie küssen –  nach gerade einmal 3-minütigem Blabla-Geplänkel. Die süsse Sie meinte aber zunächst, dass dies nicht ginge, stehe sie doch auf Männer. Doch Baby Schlumpf gab nicht auf und kam schlussendlich mit folgendem Wortlaut zum Ziel:  „Ist doch egal wenn du eine Hete bist, probier’s mal aus, und dann kannst du immer noch sagen, dass es dich nicht scharf macht.“ Und so küssten sie sich. Welch hervorragender Abend! Nicht nur, dass Schlumpfi Freude an diesem süssen, zierlichen Kuss hatte, auch die Heterosexuelle vermochte sie damit zu verzaubern („Ich wusste gare nicht, dass Frauen so gut küssen können!“). Sie verlangte gar nach des Schlumpfes Telefonnummer!

Beflügelt sah Schlumpfi in die Runde, und erblickte nette und extrem heiss bis casual locker flockig gestylte Menschen. Grösstenteils handelte es sich dabei um hippe Lesben zwischen 20 und 40 und, ja, für alle die es wissen wollen:  es gab genügend heisses Fleisch.  Auch Heteros und Schwule waren willkommen, die etwa 30 Prozent des Publikums ausmachten. An diesem Abend zeigte sich endlich wieder einmal: Ob Schwul, Hetero, Bi-, A-, Multi- oder Omnisexuell, WIR SCHEISSEN AUF LABELS. Wir wollen einfach Party machen, tanzen und gut drauf sein. Und das können wir auch gemeinsam.

Fazit

Alles in allem ist es eine heisse Fete mit fetten Beats, heissen Vibes und viel Wohlklang im Blut gewesen. Das Partyvolk hat bis in die frühen Morgenstunden gefeiert und genossen.  Es war ein grelles Chaos tänzelnder edler Gestalten. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Brot

Ps: Bilder folgen sobald diese freigegeben sind.



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