Lesbische Filme

Queersicht: das schwul-lesbische Festival

Kaum werden die Tage kürzer, spriessen die Festivals nur so aus dem Boden. So auch das Queersicht, das vom 10. bis 16. November in Bern stattfindet, die erste Veranstaltung dieser Art in der Schweiz war, und dieses Jahr auch gleich sein 15. Jubiläum feiert. Gründe genug also, dass wir uns diesem Thema eingehender widmen. Und deshalb tun wir das an dieser Stelle auch gleich: Welche Filme gezeigt werden, worauf der Fokus gelegt wird, und welche spannenden Gäste auf dich warten, erfährst du im Folgenden…

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=VnQvRzPY3r4[/youtube]

Schwerpunkt Afrika

Auch wir haben bereits darüber berichtet: in vielen Teilen Afrikas werden Mitglieder der LGBT-Community verfolgt, verhaftet, oder gar getötet (siehe hierzu auch unseren Artikel über „korrigierende Vergewaltigungen“ in Südafrika). Der auf dem schwarzen Kontinent herrschenden Homophobie und den Folgen für die Betroffenen widmet sich auch das Festival – einerseits mit diversen Filmen:

In „Cameroun – Sortir du Nkuta“ (Frankreich, 2009) porträtiert die Regisseurin Céline Metzger die Geschichte von Alice Nkom, der ersten Juristin von Kamerun, die unermüdlichen dagegen ankämpft, dass Homosexualität mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft wird. „gODDESSES“ (Schweiz / Südafrika, 2010) lässt verschiedenste südafrikanische Frauen von ihrem eigenen Leben, sowie von der Ungerechtigkeit, die LGBT-Angehörigen tagtäglich widerfahren, erzählen. Ihre Geschichten berühren, bewegen – und schockieren. „Ouganda – Killing in the name“ (Frankreich, 2010) zeigt eindrücklich die Hetzjagd auf Homosexuelle in Uganda, wo seit 2009 immer wieder Medienkampagnen gegen uns lanciert und zum Mord an uns aufgerufen wird. Leider nicht ohne Folgen.

Die Festivalleitung begnügt sich aber nicht damit, lediglich Bilder sprechen zu lassen. Vielmehr stellen sie auch kritische Fragen zum Thema, wie zum Beispiel: Welche Möglichkeiten haben die Betroffenen? Welches Leben erwartet sie, sollten sie sich zur Flucht aus ihrem Heimatland entscheiden? Ist Flucht der einzige Ausweg? Und: was passiert mit Queer Refugees in der Schweiz? Diese Fragen diskutiert Prof. emer. Dr. Udo Rauchfleisch, der einige Zeit im Kongo lebte, und sich unter Anderem mit interkultureller Psychologie, Integration sowie Trans- und Homosexualität beschäftigt hat, am Sonntag, 13. November um 15:30 Uhr zusammen mit Juristen / Juristinnen und Flüchtlingsvertretern / Flüchtlingsvertreterinnen an einem Podiumsgespräch.

Weitere Film-Highlights

Natürlich zeigt das Festival auch einige etwas leichtere und besser verdauliche Filme. Falls du also einfach einen gemütlichen Abend in guter Gesellschaft verbringen möchtest, dann empfehlen wir dir die folgenden Streifen:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=BXFGLnSSDa4[/youtube]

La Llamada“ (Italien / Argentinien, 2010)

Lucia lebt in einem goldenen und sie unglücklich machenden Käfig. Durch ihre Passion, das Klavierspielen, lernt sie die vor Energie sprühende Lea kennen – und flüchtet mit ihr ans Meer. Der Film besticht nicht nur mit zwei glänzenden Hauptdarstellerinnen, sondern auch mit wunderschönen Aufnahmen.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=Qp9ulJ39qhQ[/youtube]

Elena Undone“ (USA, 2010)

Was passiert, wenn eine vermeintlich heterosexuelle Frau, die auch noch mit einem Pastor verheiratet ist, auf eine lesbische Autorin trifft? Eines kann ich euch versprechen: es wird auf jeden Fall prickelnd und sinnlich. Was sicherlich auch mit den schlicht umwerfenden Aktricen zu tun hat.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=76pGyjQMvWg[/youtube]

Jamie and Jessie are not together“ (USA, 2010)

Jamie will in New York eine Musicalkarriere starten. Ihre beste Freundin Jessie ist verliebt in Jamie – und versucht deren Liebe für sie zu entflammen, indem sie mit anderen Frauen rummacht. Ob das funktioniert, oder die ganze Angelegenheit nur noch komplizierter wird, sei an dieser Stelle nicht verraten. Für Liebhaberinnen von Musical-Filmen absolut zu empfehlen.

Die jeweiligen Spielzeiten und das komplette Filmprogramm gibt’s hier. Ach, und die Party am Samstag, 12. November, solltet Ihr euch übrigens auch nicht entgehen lassen.

Enjoy the festival, queers!



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