Love & Dating

Ist sie die Richtige?

 

Quintessenz:

 

1) Erkenne dich selbst, mit deinen Schwächen

2) Gegenseitige Anziehungskraft

3) Stimmen die Umstände?

4) Haben wir ähnliche Werte / Ansichten / Lebenspraktiken?

5) Gemeinsame Zukunftsplanung / Commitment

 

Vor allem in jungen Jahren des Sturm und Dranges, wenn Frau sich der Ratio ab- und der Emotio zuwendet, fällt es schwer, sich nicht gleich auf den ersten Blick in die Auserwählte zu verlieben, und ihr ewige Liebe zu schwören. Menschen eines etwas reiferen Alters, so gegen Ende 20 wie die Autorin dieses Textes, sind, was die Wahl der Frau an ihrer Seite betrifft, hingegen bereits etwas wählerischer, möchten sie doch die traumatischen noch heute immer nachwirkenden Dramen aus der Vergangenheit bitte nicht wiederholt haben. Und etwas ältere, weniger weise Menschen geben in ihrer Verbitterung vor, erkannt zu haben, dass es die Liebe gar nicht gibt.

 

In welcher Lebensphase du, liebe Leserin, gerade steckst, und welche Erfahrungen du auch immer gesammelt hast, ob gute oder schlechte: der folgende Guide soll dir dabei helfen, die Spreu vom Weizen zu trennen – und dich selbst als potentielle Partnerin für’s Leben zu qualifizieren.

 

1) Erkenne dich selbst – mit deinen Schwächen

 

Zugegebenermassen: wir sind nicht alle mit unserem Verhalten vollkommen zufrieden. Wie oft haben wir das Yoga-Training versäumt, die Steuererklärung nicht rechtzeitig ausgefüllt. Nicht alles an uns ist liebenswert. Eine Partnerin ist aber kein Schlüssel zu einem besseren oder glücklicheren Leben. Zunächst gilt es, dir selbst eine Struktur zu erarbeiten, die dir sowohl die Möglichkeit bietet, dich bei Bedarf komplett auszupowern, es dir aber auch erlaubt, Energie zu tanken wenn nötig. Mit sich selbst im Reinen zu sein ist keine einfache Aufgabe, sondern eher als lebenslanger Prozess zu verstehen. Wenn du zum Beispiel dazu neigst, sehr eifersüchtig zu sein, kann das deine Beziehung zerstören. Besser ist es, zu deinen Unzulänglichkeiten und Verlustängsten stehen zu lernen, und zu akzeptieren, dass keine Partnerin je die „Lösung“ für deine Probleme sein kann.

 

2) Gegenseitige Anziehungskraft

 

Vieles geht vom Unbewussten aus. So ist zum Beispiel unsere Genetik darauf eingestellt, möglichst gegensätzlich Kombinationen von DNA miteinander zu koppeln, um Erbfehlern vorzubeugen. Ein Zeichen dafür, ob dein Partnerin zu dir passt, ist, ob du sie gut riechen kannst.

Der Grund dafür sind sogenannte Pheromone, also Botenstoffe.

 

Wie habt ihr euch kennen gelernt? Stimmt die Anziehung auf beiden Seiten?

 

Die Andere begehren und selbst begehrt zu werden bedeutet, wahrgenommen zu werden, aber auch, sich verletzlich zu zeigen, da du das Begehren zeigst und mitteilst. Am besten ist es, wenn du noch nach Jahren neben deiner Frau aufwachst hin und weg bist. Gar perfekt ist es, wenn du dazu denkst, dass deine Liebste einen leicht höheren Marktwert hat als du.

 

 

3) Stimmen die Umstände?

 

Dazu gehören einerseits, dass beide Single und an einer Beziehung interessiert sind. Wenn deine Liebste verheiratet ist und in Barcelona wohnt, wird es schwierig bis unmöglich, sich so zu arrangieren, dass es für beide Beteiligten stimmt. Auch wenn die Frauen sich in unterschiedlichen  Lebensabschnitten befinden, kann das zu Ungereimtheiten führen. Das musst nicht mal am Reifegrad liegen, sondern vielmehr auch an Dingen wie der Karriereplanung, beabsichtigte Auslandaufenthalte, finanzielle Verhältnisse, etcetera.

 

Es gilt: auch wenn die Gefühle absolut stimmen, müssen die Umstände so gelegt sein, dass sie ein gemeinsames Wachstum, eine gemeinsame Entwicklung ermöglichen. Sind die entsprechenden Umstände nicht vereinbar, ist es schwierig, eine vertrauensvolle und aufrichtige Partnerschaft langfristig zu leben.

 

4) Haben wir ähnliche Werte / Ansichten / Lebenspraktiken?

 

Ähnliche Wertevorstellungen sind, so belegen es verschiedene Studien, wichtige Faktoren für eine über jahrzehntedauernde Partnerschaft. „Gleich und Gleich gesellt sich gern“ stimmt demnach mehr als das gegensätzliche Sprichwort „Gegensätze ziehen sich an“.

 

Zwar kann deine chaotische Partnerin durchaus als deine Muse zwecks Auslebung kreativer Betätigungen fungieren, auf Dauer sind divergierende Werte für Ordnung, Sauberkeit, wie auch Nähe- und Distanzwünsche aber einer funktionierenden Beziehung eher hinderlich.

 

Auch die Religion kann ein Thema sein, sowie, bei homosexuellen Frauen klassisch, verschiedene Stadien in ihrer Coming-Out-Entwicklung.

 

 

5) Gemeinsame Zukunftsplanung / Commitment

 

Gemeinsame Partnerschaften wachsen durch eine gemeinsame Lebensplanung und

den Einsatz beider Partnerinnen. Die Bereitschaft, sich Konflikten zu stellen und in schwierigen Situationen den Glauben an die Liebe nicht zu verlieren. Idealerweise haben beide Partnerinnen gleiche Absichten bezüglich Wohnen (und Einrichtung!), Lebensstil und Familienplanung. Die Eintragung der Partnerschaft, DAS Commitment schlechthin, kann, neben einer Entscheidung aus purer Liebe, auch aus steuer- und erbrechtlichen Gründen sowie hinsichtlich der Altersvorsorge eine Option sein, allerdings sollten auch die gesetzliche Situation des entsprechenden Landes geprüft und allfällige Nachteile dieser Entscheidung berücksichtigt werden. Der Beirat eines Juristen ist empfehlenswert.

 

Summary:

 

Anziehung & Umstände & Werte & Zukunft & Commitment = Liebe for ever!!!

 

 

Wenn ihr beide euch anziehend finden und die Umstände ein Zusammensein erlauben, ihr ähnliche Absichten bezüglich Treue und Distanz / Nähe habt, sowie alltagstauglich seid, dann los: Plant eure gemeinsame Zukunft und steht dazu!

 

Beide müssen aber bedenken, dass sie trotz Partnerschaft eigenständige Personen mit unterschiedlichen Wünschen und Sehnsüchten sind. Nicht jede ist gleich. Und das ist gut so. Kompromisse einzugehen ist wichtig. Und: Scheut euch nicht, auch bei Krisen oder Verletzungen der Liebsten zu verzeihen oder ihr eine zweite Chance zu geben, wenn sie echte Reue zeigt, ihre Fehler eingesteht und gewillt ist, sich zu ändern.

 

Traut euch…!

 



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