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ACTION ALERT – NEIN ZU KORRIGIERENDEN VERGEWALTIGUNGEN IN SÜDAFRIKA!

Gestern wurden wir auf eine Petition des Kampagnen-Netzwerks Avaaz aufmerksam gemacht. Mit Bestürzung und Unverständnis haben wir zur Kenntnis genommen, dass in Südafrika so genannte „korrigierende“ Vergewaltigungen an der Tagesordnung sind. Wir finden: Diesen Schandtaten muss ein Ende gesetzt werden. Deshalb bitten wir an dieser Stelle um eure Hilfe und Unterstützung. Jede Stimme zählt!


Südafrika: eine Regebogennation?

Seit die Apartheid überwunden wurde, geht Südafrika rigoros gegen Diskriminierungen jeglicher Art vor. Als erste Nation der Welt setzte das Land in der Verfassung denn auch das Verbot von Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung fest. Und: Als fünfter Staat der Welt (und erster in Afrika) wurde die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare erlaubt. Happy gay life in Südafrika also? Mitnichten. Pro Woche werden zehn Lesben, zumeist aus den unteren Schichten und von dunkler Hautfarbe, Opfer von „korrigierenden“ Vergewaltigungen. Dadurch sollen sie von ihrer Homosexualität „geheilt“ werden. 30 Frauen haben solche Übergriffe in den letzten Jahren nicht überlebt.

„Korrigierende“ Vergewaltigung ohne straffrechtliche Folgen

Die Täter bleiben dabei häufig auf freiem Fuss. Traut sich ein Opfer, ihre Peiniger anzuzeigen, bleibt eine Reaktion der Polizei aus. Dies deshalb, weil Hassdelikte auf Grundlage der sexuellen Ausrichtung nicht anerkannt werden. Im vorigen Jahr verstarb Eudy Simelane, Mitglied der weiblichen Fussballnationalmannschaft und bekennende LGBT-Aktivistin, nachdem sie von einer Gang mehrfach brutal vergewaltigt, und mit 25 Messerstichen traktiert wurde. Der zuständige Richter behauptete, ihr Lesbischsein sei nicht das Motiv für den Mord gewesen. Ihr Tod hat denn die Situation für die Betroffenen auch nicht verbessert – im Gegenteil. Die Regierung Südafrikas ist sich zwar der steigenden Anzahl solcher Übergriffe bewusst, räumt dem aber keine Priorität ein, wie der Generalstaatsanwalt ohne Umschweife zugibt.

Millicent Gaika: der Protest erhält ein Gesicht

Millicent Gaika tritt nun mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit. Ihr Peiniger hat sie fünf Stunden lang gequält. Auch er wollte sie von ihrer Homosexualität „heilen“. Eine handvoll Aktivistinnen riskieren nun Kopf und Kragen, um diesen Gräueltaten endgültig ein Ende zu setzen. 130’000 Unterschriften konnten sie bereits sammeln und sich Gehör verschaffen, Druck auf den Justizminister ausüben. Dies scheint aber nicht zu  genügen, denn der Aufforderung, gegen „korrigierende“ Vergewaltigung vorzugehen, ist er bis dato nicht gefolgt.

Jede Stimme zählt!

Diese Frauen brauchen unsere Unterstützung. Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass „korrigierende“ Vergewaltigungen nicht länger ungesühnt bleiben, und die Betroffenen nicht mehr in ständiger Angst leben müssen. Jede Stimme zählt! Auch deine! Hier geht’s zur Petition: https://secure.avaaz.org/de/stop_corrective_rape/?rc=fb

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1 Comment

  1. 31. Januar 2011 at 9:27

    Puhhh…heftiger Artikel, heftiges Video. Super aber, dass ihr auch über solche Themen schreibt! Danke!

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