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Ratgeber Drogen: Wirkungen und Folgen

 Pulp Fiction

 

Einleitung

Nimmst du Drogen? Eine nicht oft gestellte Frage, doch anscheinend gibt es Tausende von Abhängigen in der Schweiz. Die Kosten von Drogenabhängigkeit und Alkoholabhängigkeit (Behandlung und Arbeitsausfälle) sind enorm. Meistens ist das Umfeld mitbetroffen. Es wird von psychotropen Substanzen gesprochen, die sich darin auszeichnen, dass sie die Persönlichkeit des Abhängigen verändern.

Wie überall und in allen gesellschaftlichen Schichten werden auch in der LGTB Szene Drogen konsumiert: Im Ausgang eine Pille schmeissen, an Demonstrationen Speed verteilen, an der Pride einen Joint ziehen. Oft wird der Konsum der Drogen versteckt oder unauffällig betrieben, daher ist die Zahl der Drogenkonsumenten schwer einzuschätzen.

Das Abhängigkeitspotential ist bei jedem Menschen unterschiedlich und setzt sich aus seinem Bezug zu sich, seinem sozialen Umfeld und der Gesellschaft, einer Art interaktivem Wechselspiel, zusammen.

Möchtest du dich informieren, damit du die Gefahren besser einschätzen kannst? Dazu hier unser Ratgeber.

 

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Ursachen

–        Fehlende Copingstrategien (wie frau mit Stress umgeht)

Frau steht im Berufs- oder Privatleben unter hohem Druck und weiss nicht, wie damit umzugehen,

–        Mühe, mit negativen Gefühlen umzugehen

–        Flucht, Vermeidungsverhalten

–        Umfeld, schlechte Einflüsse, Gruppenzwang

–        Falsche Stars und Vorbilder

 

Aufklärung in der Schule

In der Schule wird oberflächlich über das Thema informiert. Lehrer sind oft vorsichtig bei der Aufklärung über Drogen (vergleichbar mit der sexuellen Aufklärung). Sie wollen sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.  Wer seine ersten Erfahrungen mit Drogen macht, weiss selten schon vorher, was sich genau in seinem Körper abspielen wird. Nachfolgend findet ihr eine  Übersicht über häufig konsumierte Drogen. Besonders für Neuankömmlinge in der Szene soll das auch ein wenig als Warnschild wirken.

 

Cannabis

Cannabis

Cannabis gilt gemeinhin als die Einsteigerdroge. Sie wird oft schon in Teenagerjahren konsumiert. 2008 kam in der Schweiz  eine Initiative zur Legalisierung von Cannabis vor das Volk, wurde jedoch mit einer Mehrheit von 63% abgelehnt. In Anbetracht der gerade mal 5 Länder weltweit, in denen der Konsum und Handel von Cannabis legal ist, Holland, Washington, Colorado, Uruguay und Nordkorea (wobei es hier wahrscheinlich einfach überhaupt keine Angaben zum Thema gibt), ist das nicht weiter verwunderlich.

Trotz ihrer weiten Verbreitung – schätzungsweise eine halbe Million der Schweizer Bevölkerung raucht gelegentlich oder regelmässig einen Joint – ist mit Cannabis nicht zu spassen. Die Wirkung kann möglicherweise positiv ausfallen; frau wird lustig und hat einen abnormalen Appetit, jedoch genauso auch höchst ungünstig; frau wirkt gegen aussen müde und in sich gekehrt oder aber wird panisch und hat das Gefühl von Kontrollverlust.

Joint ist nicht gleich Joint.

Beim Gras gibt es viele Unterschiede. Gras von einem unbekannten Dealer kaufen ist in jedem Fall eine schlechte Idee, wenn man sich im „Business“ nicht auskennt. Ebenso unverantwortlich ist es an Parties Space Cakes zu essen, ohne zu wissen wie hoch die Dosierung im Cake ist und ob er mit Gras oder Hasch gemacht wurde. Allgemein hat Gras den höheren THC-Gehalt als Hasch und löst dadurch leichter Psychosen aus beim Konsumenten. Hasch wirkt mehr sedierend als anregend.

Langzeitauswirkungen bei einer Cannabis-Abhängigkeit sind Gleichgültigkeit und Depressionen, sowie Konzentrationsschwierigkeiten.

Cannabis wird bei Abhängigen oft genutzt, um Stimmungen auszugleichen. Wenn frau aufhören will hat sie einerseits den Druck, das Verlangen nach Cannabis auszuhalten, andererseits werden Gefühle anders und wieder intensiver wahrgenommen. Ob ein Entzug möglich ist, hängt vom Wille, den Kompetenzen und der Einsicht des Abhängigen ab. Je länger konsumiert wurde, desto schwerer ist der Entzug. Die meisten Rückfälle geschehen innerhalb der ersten drei Monate. Von Abstinenz kann frau erst nach ca. 3 Jahren sprechen. Kontrolliert zu konsumieren geht nicht, wenn frau einmal die Kontrolle verloren hat.

XTC

XTC ist eine Mischung aus verschiedenen Substanzen, welche nicht kontrolliert ist. Daher ist beim Konsum von XTC Vorsicht geboten. Grundsätzlich, je mehr MDMA (Methylamphetamin) umso stärker. Oft wird mit der Bezeichnung „MDMA“ umgangssprachlich auf XTC verwiesen.

MDMA gehört zu den Entaktogenen, also, „das Innere berührend“, aus gr. en, „innen“ und lat. tactus „berührt“.  Entaktogene sind psychoaktive Substanzen, unter deren Einfluss die eigenen Emotionen intensiver wahrgenommen werden. Bei sexuellen Handlungen etwa werden Berührungen möglicherweise stärker empfunden. Die Droge greift auf den Serotoninspeicher im Menschen zu. Serotonin ist eines der Glückhormone. Der Effekt bei der Ausschüttung ähnelt dem Glückgefühl, das frau bei Verliebtheit empfindet. Häufig wird MDMA an Parties konsumiert. Weil frau sich selbst auf dem Trip anders wahrnimmt und so auch weniger Gefühle von Erschöpfung, Müdigkeit oder Durst verspürt, besteht das Risiko der Dehydrierung.

Was passiert im Körper?

Serotonin wird freigesetzt und die Wiederaufnahme vermindert. Die Wirkung des XTC lässt ca. nach 6 Stunden nach. Mehr XTC bewirkt nicht viel, die ursprüngliche Wirkung tritt erst nach einer Abstinenz von 6 Wochen wieder ein, dann nämlich, wenn sich der Speicher des Glückhormons wieder gefüllt hat.

Nach einem Trip fühlt sich der Konsument oft noch tagelang etwas deprimiert. Dazu kommen Magenverstimmungen, Krämpfe und Gliederschmerzen.

 Koks

 

Kokain

Kokain ist ein starkes Stimulierungsmittel und eine weltweit verbreitete Rauschdroge mit hohem psychischem, aber keinem physischenAbhängigkeitspotenzial. Diese Droge sollte nicht unterschätzt werden, da sie direkt ans Belohnungssystem andockt und den Abbau von Dopamin, Serotonin und Noradrenalin hemmt, wodurch der Pegel dieser Glückshormone für die Wirkungszeit auf einem hohen Wert anschwillt.

Die Wirkung äussert sich durch übermässige Euphorie und einen starken Mitteilungsdrang. Oftmals gehen damit auch Selbstüberschätzung und Überheblichkeit einher.

Das extreme Hochgefühl sowie das schnelle Abklingen der Wirkung steigert das Abhängigkeitspotential der Droge erheblich.

Bei höherer Dosierung können Symptome wie Nervosität, Angstzustände und paranoide Stimmungen auftreten.

Kokain, auch Cola oder „Goggi“, wird häufig nasal in Form von Pulver eingenommen. Die Wirkung tritt in diesem Fall schon nach wenigen Minuten ein und hält für eine bis zwei Stunden an. Durch orale Einnahme wird die Wirkung abgeschwächt, streckt sich aber auf eine Dauer von bis zu sechs Stunden. Nebst der Konsumform ist die Dauer des Rausches auch immer abhängig von der Konstitution des Konsumenten und der eingenommenen Menge.

Die sexuelle Lust wird durch die Droge deutlich stimuliert, Die Potenz allerdings ist gehemmt, wodurch es schwierig ist, zum Orgasmus zu kommen.

Längere Abhängigkeit führt zu Statusverlust, Geldnöten, Depressionen, Schizophrenie und anderen Persönlichkeitsstörungen. Kokain ist sehr teuer und Geld wird nur noch für den Gebrauch der Substanz ausgegeben. Der körperliche Zustand verschlechtert sich. Kokainabhängig zu sein ist wie wenn du dich im Spiegel anschaust, dich jedoch nicht mehr erkennst. Du bist zwar glücklich, aber nicht erfolgreich, sondern verlierst alles. Es ist die Droge mit der stärksten psychischen Abhängigkeit. Deswegen unser Tipp: Lass die Finger davon! Auch wenn es andere cool finden.

Speed

Amphetamin, auch genannt Speed, wirkt stimulierend auf den Sympathikus, den Teil des Nervensystems, der unter anderem dafür zuständig ist, den Körper in Notsituationen in den „Fight or Flight“ (Kämpfen oder Flüchten) Zustand zu versetzen. Dabei werden körperliche Mechanismen ausgeschaltet, die im Moment nicht überlebensnotwendig sind wie Hunger, Müdigkeit oder Schmerzempfinden. Energie und Libido werden dagegen erheblich gesteigert um den Körper möglichst effizient agieren zu lassen. Das Selbstbewusstsein schwillt bis zur Euphorie (vorrangig durch Dopamin), und die Aggressionsschwelle wird gesenkt.

Als Vorbereitung für eine hohe Belastung erhöht der Körper auch den Blutdruck, wodurch als Nebenwirkungen Herzrasen, Schweissausbrüche oder Schüttelfrost auftreten können.

Außerdem wird das Bewusstsein stark auf ein bestimmtes Ereignis konzentriert (ursprünglich auf die Gefahr), was als „Tunnelblick“ bezeichnet wird. Diese Konzentration des Bewusstseins auf eine bestimmte Aufgaben macht sich die Medizin beim Einsatz von Amphetamin bei ADHS zu Nutze, da sich konzentrationsschwache Menschen danach länger auf eine Aufgabe konzentrieren können. Speed jedoch minimiert das Hungergefühl. Wenn du längere Zeit Speed nimmst, kannst du weder schlafen noch Essen und du fühlst dich bald wie ein Zombie. Das Gefühl, Schlaf zu brauchen, aber nicht schlafen zu können kann unerträglich sein. Daher unser Tipp: Wenn du Amphetamine nehmen willst, immer Safer-Use und möglichst wenig. Längerer Schlafentzug kann stark neurotisch machen.

Ritalin

Ritalin( Methylphenidat) ist bekannt als Medikament, das Leuten mit ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung) verschrieben wird. Als Derivat von Amphetamin hilft es bei ärztlich nachgewiesenem ADHS ebenfalls, die Konzentration auf bestimmte Aufgaben zu verbessern und ist dadurch besonders in der Schule für einige Kinder und Jugendliche eine sinnvolle Lernstütze. Als unerfreuliche Nebenwirkungen können Schlafstörungen, depressive Stimmungen, Gewichtsverlust und andere Symptome auftreten. Ob die Wirkung des Medikaments positiv oder negativ überwiegt, muss für jeden Fall einzeln beurteilt werden.

Besonders in den USA, wo prozentual am meisten Ritalin verschrieben wird, vermehrt aber auch in der Schweiz und Deutschland ist Ritalin zu einem beliebten Aufpuschmittel mutiert, mit dem in Schulen und am Arbeitsplatz gehandelt wird.

Anders als auf jemanden mit ADHS, wirkt Ritalin auf gewöhnlich aktive Leute nicht beruhigend, sondern anregend. Frau fühlt sich energetisch und wird weniger schnell müde. Das Nervensystem ist bei Ritalin-Abhängigkeit daran gewohnt, dass zu viele Dopamine im Zentralnervensystem auftauchen und reduziert die Empfindsamkeit. Es vergehen Monate bis sich dieser Zustand wieder normalisiert.

 

Für alle aufgeführten Drogen gilt, sie sind nicht nur psycho- sondern auch soziotrop. Sie verändern nicht nur die eigene Persönlichkeit, sondern auch die Beziehungen zum Umfeld. Durch die verzerrte Wahrnehmung und die Sucht können diese Veränderungen von den Konsumenten als positiv empfunden werden, für das Umfeld aber negativ. Der erste Schritt um sich aus einer Abhängigkeit zu lösen, ist es, sich seiner Abhängigkeit bewusst zu werden. Danach raten wir von lesbian chic, sich professionelle Hilfe zu suchen und sich neue Ziele zu setzen. Das Beste ist, die Finger von psychoaktiven Substanzen zu lassen und sich ein Umfeld zu suchen, das clean ist.

 

 



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