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Liebeskummer ist wie Drogenentzug. Wunden sind aufgerissen, ein Teil von einem fehlt plötzlich. Etwas stirbt in einem. Trauern ist nicht immer einfach, und oft wehrt sich eine Partnerin gegen die Trennung. Doch hat die Liebe eine zweite Chance verdient?
Niemand möchte in einer On-off-Beziehung leben. Viele sagen, dass es eh aussichtslos ist, wenn man sich erst einmal getrennt hat – und dass es überhaupt zum Scheitern verurteilt ist, ein weiteres Mal eine Liebesbeziehung miteinander eingehen zu wollen. Stimmt das? Wir sagen: Nein, nicht grundsätzlich – aber es hängt vom konkreten Fall ab. Vier Beispiele.
Treuebruch, das Paradebeispiel: der Kopf ist dagegen, oder die andere ein Arsch
Seien wir ehrlich. Wer ist heutzutage noch treu? In einer Zeit, in der wir ständig konsumieren, scheint es den Anschein zu haben, dass auch Liebe konsumiert wird. Die andere wird genommen. Ist sie erstmals Besitz, verliert die Liebe an Reiz, das Gefühl des Abenteuers schwindet. In so einem Fall geht es auch um die eigenen Moralvorstellungen: Ist Treuebruch für dich ein Tabu?

Aus weit verbreiteter Sicht ist dann nur noch eine Trennung sinnvoll. Aber liebst du sie vielleicht trotzdem noch? Ich meine, wirklich? Und kann die andere von dir lernen und hat sie lockere Ansichten?
Sind eure Einstellungen zu diesem Thema zu unterschiedlich, lohnt es sich meistens nicht, weiter an die Liebe zu glauben. Auch weil du denkst, jemand, der dich liebt, sollte dir nicht wehtun. Aber tat sie es mit Absicht? Ist sie für dein Glück verantwortlich?
Hier spielen verschiedene Aspekte eine Rolle: War es ein Ausrutscher, und sieht die andere ihren Fehler ein, entschuldigt sich und will sich bessern? Übernimmt sie Verantwortung für ihr Handeln? Man muss im Umgang mit der Partnerin nicht immer konsequent sein – nämlich dann nicht, wenn ihr euch trotz allem wirklich liebt und an euch arbeiten wollt.
Entscheidungshilfen: Wird es nochmals passieren? Kann Vertrauen wieder aufgebaut werden? Ist meine Partnerin ehrlich zu mir und verheimlicht mir nichts? Handelt sie integer?
Auch eine Art zweite Probezeit kann sinnvoll sein. Manchmal lohnt es sich, gemeinsam für die Liebe zu kämpfen.
Eine hat sich entliebt
Hier sieht die Ausgangslage schon schwieriger aus. Jemand liebt mehr, die andere kaum oder nicht mehr. Beide sind sehr schwer zufrieden zu stellen. An und für sich muss die Frage gestellt werden, ob eine so asymmetrische Partnerschaft überhaupt gelingen kann.
Wenn sich beide auseinandergelebt haben, ist der Fall klar. Doch in langjährigen Beziehungen schwindet bekanntlich die Leidenschaft und das Gefühl der Aufregung, und innige, zärtliche Liebe ist keine Voraussetzung für eine funktionierende Partnerschaft.
Doch wenn bei einer Partnerin das Gefühl von Nähe und Zuneigung völlig fehlt oder sich sogar Ekel einstellt, ist nur eine Trennung sinnvoll. Auch wenn diese nur mit Hindernissen zustande kommt, weil die Partnerin sie nicht akzeptieren will und Dinge sagt wie: Für eine Heirat braucht es zwei, für eine Trennung doch auch zwei Stimmen, die Ja sagen. Solche Aussagen sind unnütz, da es in einer Partnerschaft immer an beiden liegt, für die nötigen Voraussetzungen zu sorgen. Und zu lieben.

Ehrlich gesagt wäre ich aber auch sehr verzweifelt, wenn sich meine Partnerin von mir entliebt hätte und würde fragen: Warum? Warum liebt sie mich nicht mehr? Was habe ich falsch gemacht? Diese Reaktion ist normal und menschlich. Hier helfen nur gesundes Selbstbewusstsein und Distanz! Ja, Liebe kann sehr weh tun. Vor allem wenn sie einseitig ist.
Der entliebten Partnerin kann ich Gleiches empfehlen: Distanz und Trennung. Es lohnt sich nicht, aus Mitleid mit jemanden zusammen zu sein. Und dir entginge vielleicht, ja, die wahre Liebe. Suche weiter!
Entscheidungshilfen: Kann die Flamme wieder zum Auflodern gebracht werden? Macht es Sinn, in einer Partnerschaft zu leben, in der eine stärker liebt als die andere?
Die Umstände stimmen nicht
Der klassische Fall. Du gehst ins Ausland, sagen wir Vietnam, und lernst gleich nach zwei Wochen eine hinreissende Frau kennen. Nennen wir sie Kim. Sie ist Vietnamesin. Du bist Schweizerin, und dein Auslandsjahr ist bombastisch. Du verliebst dich in sie. Und sie sich in dich. Es ist, als würdet ihr auf Wolke sieben schweben, ihr gesteht euch die sonderbarsten Wünsche und teilt eure Ängste.
Doch es kommt hart auf hart: Sie ist Vietnamesin. Du Schweizerin. Und auch wenn die Tage eurer jungen Liebe inbrünstiger nicht sein könnten, auch ein Jahr hat nur 365 Tage, und dein Visum läuft ab.
Was nun? Eine Trennung scheint die einzige Möglichkeit zu sein. Es sein denn, ihr wollt heiraten, aber Pustekuchen! Sie ist schon verheiratet. Nämlich zwangsverheiratet.
Manchmal ist es schwierig, Gefühle und Verstand zu trennen. Die Gefühle sagen eindeutig Ja, aber der Kopf, der Kopf denkt logisch. Zumindest bei mir. Und mein Kopf sagte mir: Chantal, hör auf einer Sache nachzurennen, die es nicht gibt. Wenn die Umstände wirklich nicht stimmen und weiterhin nicht stimmen werden, solltet ihr euch davor hüten, eurer Liebsten eine zweite Chance zu geben! Denn die Probleme sind nicht lösbar und der Schmerz wird ins Unendliche anwachsen.
Anders sieht es hingegen aus, wenn sich die Umstände ändern. Sollte also meine Kim die Chance haben und entschlossen sein, in die Schweiz zu ziehen und sich von ihrem Ehemann zu trennen: So what! So love and give her another chance.
Entscheidungshilfen: Wieso haben wir uns getrennt? Sind diese Umstände gleich geblieben oder haben sie sich verbessert? Geht nicht mit dem Kopf durch die Wand, sondern Schritt für Schritt. Stimmen die Umstände jetzt? Sind beide bereit, Kompromisse einzugehen?
Sie schlägt mich, nimmt Drogen oder ihre Persönlichkeit stimmt nicht
Hier haben wir es mit einer Ausgangslage zu tun, die wirklich nicht pauschal zu erklären ist. Wesentlich sind hier immer die individuellen Umstände, die Eigenschaften der Partnerin, der Wille sich zu verändern – und die Fähigkeit dazu. Klassischer Fall:
Sie nimmt Drogen. Und zwar viele. Oder sie trinkt. Eigentlich möchte sie aufhören, sie sagt es jeden Tag, vor allem, wenn sie runterkommt. Doch Tatsache ist: Sie kommt nicht runter, sondern trinkt immer mehr. Eure Wohnung sieht schrecklich aus, die Flaschen stapeln sich. Nun hat sie auch noch ihre Arbeit verloren, da die Leute um sie herum es geschmeckt haben. Dass sie trinkt. Und zwar viel.

Wie soll ihre Partnerin, nennen wir sie Eva, damit umgehen? Eva liebt wirklich aufrichtig und wünscht sich nichts sehnlicher, als dass ihre Freundin mit dem Trinken aufhört. Früher war sie stets gut drauf, immer ging etwas, sie war abgeklärt und vor allem eines: klar im Kopf! Die Zeiten haben sich geändert. Auch für Eva. Sie trennt sich von ihrer Freundin, weil sie nicht mehr kann, weil sie nicht mehr weiterweiss, weil sie verzweifelt ist. Und weil sie die Hoffnung aufgegeben hat. Aufgeben musste. Sie geht, um sich zu schützen.
Wie geht es nun weiter? Entweder versifft unsere Alkoholikerin noch mehr, da der Alkohol ihren nun noch grösseren Schmerz betäubt – bald wird sie ein Organ verlieren. Oder? Oder sie checkt es endlich. Steht für sich ein. Kämpft für sich. Macht einen Entzug, geht in die Therapie, sucht sich einen neuen Job. Rafft sich auf für – eben, nicht für Eva, sondern für sich selbst!
Frage an euch: Soll Eva ihrer Ex-Freundin nochmals eine Chance geben? Bei psychischen Krankheiten, etwa auch bei Gewalt in eurer Partnerschaft, gibt es Hoffnung und auch Hilfe. Es kommt auf den Schweregrad des Problems, eure Motivation und die Ressourcen an, ob es klappen kann oder nicht. Nicht alles ist heilbar, aber vieles. Therapie und commitment sind jedoch absolute Pflicht. Und das Gefühl der Eigenverantwortlichkeit bei der Partnerin. Klappt es jedoch bei der zweiten und bei der dritten Chance auch nicht – dann rennt weg. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!
Synthese
Das Herz muss Ja sagen. Der Kopf darf nicht Nein sagen. Bei beiden. Es ist möglich, nach einer Trennung wieder zusammenzukommen und eine stabile und langjährige Partnerschaft zu leben. Doch jeder Fall muss individuell beurteilt werden.
]]>Carmen Maria Machado, US-amerikanische Autorin mit kubanischen Wurzeln, war in einer von Manipulation, Gewalt und Tränen geprägten Beziehung gefangen und setzt sich in ihrem stark biografisch gefärbten Roman Das Archiv der Träume (amerikanischer Titel: In The Dream House) damit auseinander. Der Erfolg ihres Buches zeigt, wie groß das Interesse am Thema und der aufgestaute Leidensdruck dahinter offenbar sind.

Machado schafft es, tief persönliche Momente zu einer meisterhaften Collage zu vereinen. Sie schreibt in der Du-Form an ihr früheres Ich. Jenes Ich, das in einer toxischen Beziehung mit einer zerstörerischen Frau lebte. Im Buch nennt Machado sie nur „die Frau aus dem Traumhaus“. Häuser, Orte, räumliche Begrenzungen sind starke, wiederkehrende Motive, die auch verdeutlichen, wie eingekerkert sie sich selbst fühlte, obwohl sie die Frau aus dem Traumhaus jederzeit hätte verlassen können.

Das liest sich wie der Brief einer großen Schwester, die weiß, dass ihrer kleinen Schwester sämtliche schreckliche Erfahrungen bevorstehen, die einer queeren Frau im Verlauf ihres Lebens zustoßen können.
Jedes Wort ist scharf durchdacht, beabsichtigt, klug platziert. Gleichzeitig fühlt man zwischen den Zeilen die Unsicherheit, die Labilität und das fragile Selbstwertgefühl des früheren Ichs. Für ihr Schreibhandwerk hat Machado zu Recht viele Preise abgeräumt.
Die Handlung wird immer wieder unterbrochen von Bezügen zur Gegenwart. Außerdem bringt die Autorin unzählige Verweise auf Essays, Literatur, Filme und Aufzeichnungen zu realen Kriminalfällen ein. So hat Machado ihr eigenes Archiv aus Biografischem, Künstlerischem und Informativem zusammengesetzt. Manchmal geht sie direkt unter die Haut, manchmal nimmt sie Abstand von sich selbst und schreibt über das Thema häusliche Gewalt in lesbischen Beziehungen aus einer intellektuellen Perspektive.
Dieses Wechselbad wirkt erfrischend, denn 330 Seiten Zeter und Mordio würden der geneigten Leserin doch etwas zu viel abverlangen. Wenn man Das Archiv der Träume zuklappt, fühlt man sich nicht nur gefühlsmäßig durchgerüttelt, sondern auch noch gut aufgeklärt.
Das Buch setzt sich mit vielen Fragen auseinander, die häusliche Gewalt im Spannungsfeld des Lesbischseins beleuchten.
Jeder kann sich einen Mann vorstellen, der seine Freundin misshandelt. Der Begriff toxische Männlichkeit gewinnt zunehmend an Popularität, sexuelle Gewalt (von Männern) gegen Frauen wird immer weniger tabuisiert. Sogar für eine Frau, die ihren Partner schlägt oder psychisch erniedrigt, reicht die Fantasie noch aus. Aber Lesben, die sich gegenseitig so etwas antun? Gibt‘s das? Und wenn ja, sind die Täterinnen dabei immer die Butches, weil die sowieso zu viel Maskulinität geschluckt haben?
Machado beschreibt in Das Archiv der Träume, sie habe lange gebraucht, sich die Klemme, in der sie steckte, selbst einzugestehen.
Ich wollte nicht, dass meine Freundin […] Aggressionsprobleme hatte. Sie sollte sich nicht so penetrant unlogisch verhalten. Sie sollte nicht eifersüchtig oder grausam sein. Wenn ich ihr heute eins sagen könnte, dann wäre es: „Meine Fresse, rück uns doch nicht in so ein schlechtes Licht.“
Carmen Maria Machado, Das Archiv der Träume, Seite 174/175
Queere Gewalt habe immer etwas Homophobes an sich, schreibt sie. So wie Gewalt in heterosexuellen Beziehungen immer etwas Sexistisches habe. (s. Seite 312).

Eines haben Überlebende aus hetero- und homosexueller häuslicher Gewalt gemeinsam: Sie werden mit denselben Fragen konfrontiert, die von innen, aus dem eigenen Umfeld oder sogar von Fremden auf sie zukommen.
Wieso bist Du nicht gegangen? Warum hast Du nie etwas gesagt? Findest Du nicht, dass Du überreagierst? Kannst Du es beweisen? War es nicht auch Deine Schuld?
Manche dieser Fragen lassen sich nie eindeutig – möglicherweise sogar überhaupt nicht – beantworten.
Carmen Maria Machado wagt den Versuch, ihre eigenen Antworten zu finden und sie für die Leser*innen nachvollziehbar, mitfühlbar und eindringlich zu machen. Das Archiv der Träume basiert auf ihren persönlichen Erfahrungen und wird als „Roman“ beworben, aber wir finden, es ist unheimlich viel mehr als das. Es ist eine vielschichtige Aufarbeitung, die sich bis zum Bodensatz der Geschichte gräbt, eine literarische Schmetterlingssammlung, ein Schlag auf das bereits blaue Auge, kurz: ein Buch, das sich definitiv lohnt.
Wir danken dem Verlag Klett-Cotta für das Rezensionsexeplar. Daran war nicht die Bedingung einer positiven Besprechung gebunden.
Deutschland
Schweiz
Österreich
Anmerkung der Redaktion: Es gibt einen Artikel aus Sicht einer Täterin.
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