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Für die Redaktion lesbianchic, Fabienne

Die legendäre VIBRA Party feiert am 2. September 2023 ihren bereits 10. Geburtstag – happy, happy Birthday! Zu diesem Anlass durfte ich die beiden Gründer:innen, Barbara und Lidija, zum Interview treffen. Wir haben gemeinsam einen Blick auf die Anfänge von VIBRA geworfen, und darüber gesprochen, was VIBRA einzigartig macht. Und natürlich habe ich auch für euch nachgefragt, was ihr am 02. September,  VIBRA im Club Gonzo Geburtstag feiert, erwarten dürft.

VIBRA feiert am 02. September im Club Gonzo den bereits 10. Geburtstag. Herzliche Gratulation dazu! Ihr seid die beiden Gründer:innen von VIBRA. Für diejenigen, die euch noch nicht so gut kennen: Stellt euch gerne kurz vor:

Lidija: Ich bin Lidija, Lidi, Li, aka Queen of Wheels, Queen of Everything. Ich habe vor 10 Jahren in der Kulturbranche angefangen, bin dann in die Gastrobranche gerutscht, und mittlerweile Inhaberin eines Veloladens, Wheelypop.

Barbara: Ich bin Barbara, Baba, Babs, keine Pronomen. Ich arbeite seit gefühlt über 100 Jahren an der Langstrasse, in der Gastro, im Nightlife, und würde mich als „Langstrassencheib“ beschreiben. Seit mittlerweile 9 Jahren bin ich für den Club Gonzo tätig. Neuerdings habe ich aber einen etwas anderen Weg eingeschlagen: Ich bin in die Welt der Soziokultur eingetaucht. Mein Herz schlägt aber noch immer sehr stark für das Nachtleben.

10 Jahre VIBRA
Die queere Party in Zürich

Looking back: Wie kam es damals, vor 10 Jahren, überhaupt zur ersten VIBRA Party?

Barbara: Ich glaube, im Hinterkopf war schon lange der Gedanke, mit Lidi mal eine Party zu machen. Mit anderer Mucke.

Lidija: Im Gonzo lief damals Rock n‘ Roll und Rockabilly Sound, Pop, Italo Disco. Wir haben beide im Gonzo gearbeitet, und das total gefühlt. In der queeren Szene war diese Art von Musik aber nicht präsent.

Barbara: Genau, und dann ist Mauri, der Inhaber vom Gonzo, auf mich zugekommen, und hat gefragt, ob wir nicht Bock hätten, im Gonzo eine Lesbenparty (damals wurde das noch so genannt, wir verstehen VIBRA aber als queere Party) zu veranstalten. Im Gonzo gäbe es dafür einen Raum, einen Platz. Ich habe dann meine beste Freundin, Lidija, angerufen, und gefragt: „Hey, machen wir zusammen eine Party? Lass uns Djs buchen, die noch wenig bekannt und wenig in der Community verankert, vielleicht eher Residents im Gonzo sind!“ Wir wollten einfach mal eine andere Party erleben.

Lidija: Genau, wir haben musikalisch etwas Anderes gesucht. Im Gonzo fand dann auch die erste VIBRA Party statt.

Wofür steht VIBRA? Was macht VIBRA einzigartig?

Lidija: Uns ging es von Anfang an darum, Menschen zu verbinden. VIBRA ist, wie gesagt, eine queere Party. Wir wollten aber unbedingt auch heteronormative Menschen, Allies der Community, willkommen heissen, niemanden ausgrenzen. Unser Slogan lautet „Queer as usual“, weil es eben nicht darum geht, wie man aussieht, was man für ein Geschlecht oder für eine Hautfarbe man hat, oder was auch immer. Wir wollen einfach gemeinsam eine gute Zeit erleben.

Barbara: Es war uns immer wichtig, verschiedene Gruppierungen an einem Ort zusammenzubringen, für einen Abend alles zu vergessen, einfach gemeinsam eine gute Zeit zu haben. Wir sind da wegen der Musik, wegen den Menschen. Es geht nicht darum, wer, was, wie, wo mit wem rummacht. Es ist egal. Es ist wirklich egal.

Lidija: Also mich interessiert das schon! (lacht)

Barbara: Ja, aber es spielt keine Rolle. Wir sind da für die Magie, die entsteht. Und das, was uns ausserdem wirklich einzigartig macht, ist – und darauf bin ich mega stolz – dass Lidija und ich eine wahre Freundschaft haben. Und das merkt man, wenn wir gemeinsam eine VIBRA Party veranstalten. VIBRA steht deshalb in meinen Augen auch für Freundschaft, und ist viel mehr als nur eine Party. Wir haben ausserdem eigentlich schon damals, vor 10 Jahren, einen Ort geschaffen, wo Awareness gross geschrieben wird …

Lidija: … ohne zu wissen, dass wir damit dem Zeitgeist voraus sind.

Barbara: Und wir wollten musikalisch auch immer Neues ausprobieren, uns nicht auf eine Musikrichtung festlegen.

Lidija: Das stimmt.

Barbara: Wir sind neugierige Menschen, uns fasziniert Musik.

Lidija: Ja, wir sind mega musikaffin …

Barbara: … und auch dem musikalischen Zeitgeist stets etwas voraus.

Lidija: Bei VIBRA hat man auch nie genau gewusst, was einem musikalisch erwartet. Es war immer ein wenig eine Surprise. Ausser, du hast dir die Musik der Künstler:innen im Vorfeld auf Soundcloud oder so angehört. Am Anfang lief Rockabilly, Rock n’Roll. Dann lief Hip-Hop, Disco, Pop, Elektro, …

Barbara: … von Nina Nana zu Performing, zu Drag Shows. Bei uns gab es immer alles. Ich habe übrigens noch heute Glitzer von der Performance von Nina Nana in meinen Schuhen.

Lidija: Trägst du heute die gleichen Schuhe wie damals, als Nina Nana an der VIBRA aufgetreten ist?

Barbara: Ja! Und hier ist der Beweis, dass Glitzer auch 5 Jahre in Schuhen überlebt! (schüttelt die Schuhe, Glitzer fällt auf den Boden)

Lidija: Es hat tatsächlich noch Glitzer in den Schuhen!

Barbara: Wir haben zudem auch immer die Location gewechselt.  

Welche Erlebnisse der letzten 10 Jahre sind euch in besonderer Erinnerung geblieben?

Barbara: Für dieerste VIBRA Party haben wir Vibratoren aus Gips gemacht und angemalt.

Lidija: Das weiss ich nicht mehr.

Barbra: Die wurden alle geklaut. Wo die hingekommen sind, wissen wir bis heute nicht. Da fragt man sich echt: Wer klaut einen Gips-Vibrator? (lacht)

Lidija: Wie viele hatten wir gemacht?

Barbara: 30 oder 40! Goldig, schwarz und rot. Und die waren alle weg. Ich erinnere mich auch daran, dass wir für die VIBRA in der Amboss Rampe während 3 Stunden die Deko angebracht haben, und die dann gleich in den ersten Minuten heruntergerissen und geklaut wurde. Uns wird also immer die Deko geklaut!  Oder als du, Lidija, Zuckerwatte im Hello Kitty Kostüm verteilt hast.

Lidija: Komm jetzt nicht auf die Idee, dass ich das am 02. September wieder mache.

Barbara: Was ist dir sonst noch geblieben?

Lidija: Ich merke, ich weiss vieles gar nicht mehr.   

Barbara: Es gibt jeweils immer so einen Moment, wo wir uns anschauen, und wissen: Das ist wieder eine gute Nacht, eine gute Party. So gegen 4 Uhr.

Lidija: Also um 4 sind wir jeweils betrunken.

Barbara: Oh, und wir haben in der Longstreet um 4 auf den Tischen getanzt.

Lidija: Warum weisst du das alles noch?

Barbara: Die gute Zusammenarbeit mit den Künstler:innen ist sicherlich auch erwähnenswert.

Lidija: Ja. Und die besten Momente sind sicherlich jeweils, wenn man sieht, dass Menschen da sind, die explizit wegen dieser Party gekommen sind, wegen der Musik, wegen den DJs, wegen der Location – und man spürt, dass sie Spass haben. Das ist das Beste für mich: Ein schönes Gefühl vermitteln zu können. Wir sind beide Herzblut Gastgeber:innen. Das ist für uns das Tollste.  

Barbara: Und zu sehen, dass plötzlich Menschen wie ein Skor oder eine Nadja Stäubli an einer VIBRA auflegen möchten. Das ist schon ein besonderer Moment: Zu erleben, dass auch Hetero-Menschen ein Teil von VIBRA sein möchten, weil sie VIBRA mega spüren. Das gibt einem schon ein gutes Gefühl.

Lidija: Das ist dieses Zusammenspiel, dieses Zusammenbringen von ganz unterschiedlichen Menschen.

Barbara: Genau, das ist dieser Moment wo du merkst, dass das Konzept in deinem Kopf aufgeht, dass das, wofür VIBRA steht, diese Weltoffenheit, Realität wird.

Was dürfen die Besucher:innen der VIBRA vom 02. September im Gonzo erwarten? Könnt ihr schon etwas darüber verraten?

Lidija: Einen mega musikalischen Mix von ganz unterschiedlichen DJs – zum Beispiel Menschen, die erst am Anfang ihrer Karriere stehen als auch solche, die bereits an der ersten VIBRA aufgelegt haben. Welche Musikrichtungen wir abdecken, wollen wir noch nicht verraten. Aber es wird auf jeden Fall „Queer as usual“.

Barbara: Und es gibt eine sehr pikante Show. Etwas, was bislang noch nie an einer VIBRA gezeigt wurde. Oder im Gonzo. Und ganz viele Mexikaner:innen Shots!

Was wünscht ihr euch für den 10. Geburtstag von VIBRA?

Lidija: In erster Linie einen harmonischen, schönen und vibrierenden Abend.

Barbara: Möchtest du noch etwas ergänzen? Du hast gesagt „in erster Linie“.

Lidija: Und in letzter Linie.

Barbara: Ich wünsche mir für das 10. Jubiläum einen Abend, der magisch wird, wo wieder eine Atmosphäre kreiert wird, wo jeder Mensch sich wohl fühlt, und wir für eine Nacht eine Community sind. Und jede:r mega gut nach Hause geht, mit schönen Erinnerungen an diese Party.

Lidija: Und dass man den Abend am liebsten nicht alleine geniesst. Das heisst, dass man an der VIBRA auch einen Flirt findet. Solche Partys sind auch wichtig, um neue Bekanntschaften zu schliessen, und das Herz mit einer anderen Person zu teilen. Auch wenn es nur für eine Nacht ist.

Herzlichen Dank euch zwei wunderbaren Menschen für das gemeinsame Gespräch. Ich wünsche euch und VIBRA schon jetzt von Herzen eine tolle und vibrierende Geburtstagsparty!

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Review: Katzenfutter 2018 im Hive https://www.lesbianchic.de/review-katzenfutter-2018-im-hive/ https://www.lesbianchic.de/review-katzenfutter-2018-im-hive/#respond Mon, 09 Apr 2018 18:36:42 +0000 https://www.lesbianchic.de/?p=13201 Lesbianchic war dort am Freitag, dem dem 6. April 2018 im Hive Club in Zürich. Der Review ist neutral und uncodiert.]]> katzenfutter-Review

Lesbianchic war dort am Freitag, dem dem 6. April 2018 im Hive Club in Zürich. Der Review ist neutral und uncodiert.

Prozedere und Einlass
Schon vor 23 Uhr war die Warteschlange lang und voller freudvoller Mädchen und Frauen, sowie unwissenden Hive BesucherInnen und Queers. Anmutend reingelassen für satte 25 Franken (die Location war es Wert), gab es harte Drinks und coole Musik. Die Location Hive verspricht mit seinen zwei Dancefloors, sowie ausreichend sanitären Anlagen und einen grossen, auf zwei Ebenen liegenden, Aussenbereich.

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Dekoration und Casino Spiele?
Die Deko ist flott wie das Hive. Von der Stimmung her fanden es heterosexuelle Männer es gemütlich bis gediegen und ganz anders als Heteroparties. Die Frauen gelangten dank Spielen in Kontakt. Jede und Jeder bekam eine Karte mit einem Symbol (Uno, Poker, CH, Memory) und sollte das Doppel finden. Ob jemand gewonnen hat ist bei 300-450 Besucherinnen zweifelhaft. Damit es gab eine Anmache: „Hey, was hast du für ne Karte?“

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Was hast du für eine Karte?
Auch sonst diejenigen, die flirterisch etwas unbeholfen waren, konnten punkten. Bei dem Würfelspiel war die Gewinnchance ähnlich lau, nämlich 1/6 mal 1/6 mal 1/6. 3 Würfel sollten punkten. Somit war die Chance 1 zu 216. Es waren wohl Partyorganisatorinnnen am Werk und keine Mathematiker.

Musik statt Mathematik?
Die Musik war oben cool und manchmal an der Grenze zum tanzbaren Hip-Hop Offbeat. Unten war es etwas dunkel und die Musik im elektronischen.

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Stimmung wie auf einen Wiedertreffen
Im Allgemeinen war die Athmosphäre wie bei einem Schul Wiedertreffen nach 5 Jahren. Definitiv harmonisch und ohne Zickenterror. Alle Jahre wieder beschert uns die Katzenfutter Party ein freudvolles Wiedersehen. Der Flirtfaktor war gut und stimmig, die chicste Frau war hinter der Bar unten. Wow!

Fazit: Eine Ergänzung zu VIBRA und Santa V. Marketing ist asbaufähig. Musik varierbar.

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Review – Gossip @ Kaufleuten Zürich https://www.lesbianchic.de/review-gossip-kaufleuten-zuerich/ https://www.lesbianchic.de/review-gossip-kaufleuten-zuerich/#respond Sun, 07 May 2017 10:47:57 +0000 https://www.lesbianchic.de/?p=12576 Wenn wir (meine Freundin und ich) für eine Party nach Zürich fahren, ist das schon ein Statement für sich. Nicht, dass ich die Parties in Zürich nicht mag. Ganz im Gegenteil. Als ich noch jung und single war, traf man mich da regelmässig an.  Aber seit ich mit meiner Liebsten- so ganz spiessig – eine hübsche Wohnung auf dem Land bezogen habe, ist „Party in Zürich“ gleich „90 Minuten Anfahrtsweg und Hotelzimmer bezahlen“. Für eine mittelmässige Ladiesnight nehme ich das definitiv nicht auf mich. Aber Gossip versprach was: Exklusive Location und exklusive Organisatorinnen. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen, und so machten sich die Berner Landbewohnerinnen auf den Weg ins ferne Zürich City.

Für die Nacht im Kaufleuten und als Vertreterinnen von Lesbian Chic putzten wir uns so richtig raus. Chantal überliess uns freundlicherweise ihre Wohnung und so reisten wir gemütlich mit dem Auto nach Oerlikon und von da mit der Tram in die Innenstadt. Wir waren noch etwas früh dran, darum machte ich meine Freundin mit dem Barfüsser bekannt. Bei leckeren und hochprozentigen Cocktails und etwas Sushi gab es noch LGBT-Geschichtsunterricht: Der Barfüsser war früher DAS Szenelokal für unsere Community. Heute ist der Barfüsser eine chice Sushi-Bar. Er zieht immer noch die ein oder andere frauenliebende Frau an, aber als Lesbentreffpunkt dient er definitiv nicht mehr.

Auf einen Moscow Mule im Barfüsser
Auf einen Moscow Mule im Barfüsser

Zu Fuss gings dann ins Kaufleuten. Ich trug ein paar meiner schönsten Stiefel… mit 10cm Heels, was sich auf nassem Kopfsteinpflaster als wenig vertrauenserweckend herausstellte. Aber was tut man nicht alles, um toll auszusehen. Schliesslich wollten wir ins Kaufleuten und würden dort auf die Ex-Miss Schweiz Dominique Rinderknecht und ihre Freundin, das Topmodel Tamy Glauser, treffen.

Im Kaufleuten angekommen, spottete ich noch, wir seien sicher die ersten. Die Party begann um 23.00 Uhr und wir waren bereits um 23.15 Uhr da. Wir stöckelten einmal rund ums Haus zum Eingang der Lounge, gaben den Mantel ab und liessen uns am Eingang von einer blonden Schönheit begrüssen. Dann gings rein in die edlen Gemäuer. Die Ersten? Bei weitem nicht. Mindestens 50 Frauen waren schon da.  Sie standen an der Bar, an den Stehtischen und am Eingang im Weg. Ich zwängte mich zwischen zwei Damen durch und stand direkt vor Tamynique (Dominique und Tamy). Sie waren umringt von Bekannten, Freunden und wohl auch einem Haufen fremder Menschen. Sie lächelten artig, begrüssten hie und da jemanden mit einer Umarmung oder Küsschen und posierten geduldig für Selfies. Meine Freundin wollte sich gleich hinten anstellen. Ich nicht. Mich zogs zur Bar.

Die Bar in der Kaufleuten Lounge
Die Bar in der Kaufleuten Lounge

Mein erster Eindruck von der Party: Wow. Eine kleine aber sehr feine Location. Stylischer – aber für Highheels total unpraktischer – alter Holzboden, rote Polstermöbel, Stehtische, die Bar voller Shots und gegenüber ein Buffet mit Käse, Fleisch, Früchten und Süssigkeiten. „Bitte bedient euch!“, forderte uns die freundliche Barmaid auf. Aber gerne doch. Hungrig waren wir nicht mehr, aber Süssigkeiten naschen und Shots kippen geht immer. So erstaunt es nicht, dass wir schon um Mitternacht ziemlich gut drauf waren. Und die Lounge füllte sich auch langsam. Die ersten tanzten vor dem DJ, der eine gute Auswahl an aktuellen und etwas älteren – aber immer noch bekannten – Charts-Hits mixte.

Da war die Tanzfläche noch leer. Blieb nicht lange so.
Da war die Tanzfläche noch leer. Blieb nicht lange so.

Wir nutzten die Zeit, uns in Ruhe überall umzusehen. Bei den Sitzgelegenheiten trafen wir wieder das Promipärchen Tamy & Dominique, die händchenhaltend und lachend in einem Nebenzimmer verschwanden. Dass die beiden verliebt und zufrieden sind, war sicht- und spürbar. Kein Wunder, sie kamen gerade von einer Woche Urlaub in Afrika. Das sagen zumindest ihre Instagram Accounts. Vor der Party „mussten“ die beiden Szenies aber noch an die Energy Fashion Night. Tamy präsentierte dort einen Teil der Modeshow. Von dort hatte sie auch ihren Hairstyle – erzählte mir auch Instagram. Sorry Tamy, aber es sah aus, als hättest du einen Pudel auf dem Kopf. Gecreppte Haare, die sich unmöglich bändigen liessen. Dazu trug sie ihren gewohnten Tomboy-Style: Weite Hosen, grobe flache Schuhe, weites ärmelloses Shirt, das den Blick auf ein Bustier freigab. Figurbetont und feminin? Nein, so läuft Tamy in ihrer Freizeit nicht rum. Auch Dominique scheint seit ihrer Beziehung zu Tamy einen légèreren Kleiderstil zu pflegen. Zwar trug sie Skinny-Jeans und Schuhe mit wenig Absatz, aber auch die waren eher klobig und ihr Oberteil war ein weites, ärmelloses Baumwollshirt, das den Blick auf ein Bustier freigab. Geschminkt war sie nur dezent und die Frisur wirkte undone. Einzig ihr hübsches, strahlendes Gesicht liess vermuten, dass es sich hier um eine ehemalige Miss Schweiz handelt.

Tamynique an der Energy Fashion Night - direkt vor der Gossip Party
Tamynique an der Energy Fashion Night – direkt vor der Gossip Party

 

So genug getratscht. Auch wenn das Partyformat „Gossip“ [englisch für „Klatsch] heisst, soll es eine Review über die Party, und nicht über Promipaare, sein. Ja die Party, wie fanden wir sie? Wir fanden sie absolut gelungen. Verglichen mit einer Women-only Party, wie sie Zürich sonst kennt, war Gossip relaxt. Das fiel sowohl mir und meiner Freundin auf: Kein Zickenkrieg und kein Konkurrenzkampf. Die Frauen tanzten, redeten, flirteten, lachten, tranken, waren gelöst und locker. Das Publikum war fast ausschliesslich weiblich und zwischen 20 und 45 Jahre alt. Sie trugen Jeans und Lederjacken, Hemden, Kleidchen, bauchfreie Tops und Muscelshirts. Sie trugen Undercut und Wallemähne. Es waren Lesben, Heteras, Bi-Frauen, Singels und Paare. Manche kannten wir von anderen Parties, viele kannte ich von kulturellen Anlässen oder gar nicht. Die Musik war (zumindest bis 01.30 Uhr, dann machten wir uns aus dem Staub) tanzbarer Chart- und Elektro-Mix. Ideal, um in der Sitzecke zu quatschen, hinter den Säulen zu knutschen oder auf den Dielen zu tanzen.

The Crowd. Foto von Dominique Rinderknechts Instagram Account
The Crowd. Foto von Dominique Rinderknechts Instagram Account

Auch wenn unser Gastspiel an der Gossip nur kurz war (weil wir eine mörderische Woche hinter uns hatten), hat sich die lange Anreise gelohnt. Während ich die letzten Frauenparties jeweils mit dem Gefühl verliess, mit 29 Jahren und nicht-Single einfach zu alt für den Zirkus zu werden, verliessen meine Freundin (35 Jahre) und ich die Gossip mit dem Gefühl, wieder eine Party zu haben, die wir regelmässig besuchen können.

Darum unser Appel an Sarah Atrak, Tamy Glauser, Dominique Rinderknecht und die Kaufleuten-Crew: Lasst das nicht die Einzige Gossip gewesen sein! Wir, die frauenliebenden Frauen, die etwas höhere Ansprüche an Location, Musik und Mit-Feiernde stellen, haben auf eine Party wie die Gossip vom 6. Mai 2017 gewartet.

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Review Santa V @ Lexy https://www.lesbianchic.de/review-santa-v-lexy/ https://www.lesbianchic.de/review-santa-v-lexy/#respond Mon, 31 Oct 2016 09:47:57 +0000 https://www.lesbianchic.de/?p=12112 Santa V ist eine von Chantals bevorzugten Frauenparties. Bereits seit mehreren Jahren organisiert Cinzia, ohne viel Werbung und Aufhebens, diese Feier der heiligen Weiblichkeit. Grund genug, dass wir wieder einmal von unserem Besuch bei der Santa V berichten. Keine PR, kein Freundschaftsdienst, einfach mal wieder ein Lagebericht von der Partyfront.

Samstag fing hoffnungsvoll und gleichzeitig angespannt an, denn mir stand ein Gespräch bevor, von dem ich ein paar Wochen zuvor nicht gedacht hätte, es führen zu müssen. Und dennoch war es wichtig, es zu führen. Es ging nämlich um ein klärendes Gespräch mit meiner seit kurzem Exfreundin (und es fällt mir immer noch schwer, das so auszudrücken). Doch es sollte nicht sein, weil sie krank war, konnte sie nicht kommen.

Gut, dann geht’s ab auf die Piste, Ablenkung an der Santa V schien genau das Richtige zu sein. Dennoch brauchte es einige Überzeugung bis ich mich, nach einigem Hin und Her, um 21 Uhr Richtung City aufmachte um mich bei meinen Freunden zum Apéro zu treffen. Ein bisschen Bammel hatte ich, alles unbekannte Gesichter, doch schon auf den ersten Blick hat es mich umgehauen. Hammerfrauen, allesamt. Das Traumpaar Fini und ihre Verlobte S., die coole J. und der Augenschmaus in Form einer Halblatina G.. Weg war die Angst. Ein paar Gläser (oder eher Flaschen) und Gespräche später waren wir alle ready to party und los gings zum Lexy.

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Warm-up bei Freunden

Wir hatten schon auf dem Weg dahin viel zu lachen und das war ein gutes Zeichen für eine geile Nacht. Umringt von diesen schönen Frauen war es leicht, sich wohlzufühlen und endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit, mal wieder unter Gleichgesinnten die Nacht durchzutanzen. Im Lexy wars überraschend voll, die Musik tanzbar und aufheizend. (Zusatz von Chantal: Ich fand die Musik super!)

Wir hatten viele Drinks, die saulecker waren und die Stimmung zusätzlich steigerten. Auch die absolut heisse Barfrau liess mich meine Sorgen für eine Nacht vergessen, es war einfach genial! Meine Begleiterinnen waren allesamt super drauf und wir tanzten bis in die frühen Morgenstunden.

Ziemlicher Andrang...
Ziemlicher Andrang…

Alte Bekannte und neue Gesichter, eine perfekten Kombination. Die Schöne hinter der Bar hat mich auf einen Shot eingeladen und wow, der fuhr ein! Gegen Ende der Party kams zu ein paar seltsamen Situationen.Eine alte Bekannte von mir hat sich in den Kopf gesetzt, mich abzuschleppen. Aber hallo, ich habe getanzt mit der sexy und süssen G., warum sollte mich darauf einlassen? Bin nicht so leicht zu haben wie du dachtest, liebe P.! Und dein Versuch eine Szene zu provozieren hat dich gleich dismissed. Nach meiner Flucht aufs Klo hatte ich nämlich immer noch nur Augen für G.

Mein Fazit ist: Geile Party, absolut empfehlenswert für alle, die nicht so auf Mainstreampublikum stehen. Die Djs/Djanes sind top, tanzen kann man auf jeden Fall! Also, geht hin, wenn ihr auf schöne Frauen und gute Drinks steht, es lohnt sich.

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https://www.lesbianchic.de/review-santa-v-lexy/feed/ 0 12112
Queersicht – schwullesbisches Berner Filmfestival https://www.lesbianchic.de/queersicht-schwullesbisches-berner-filmfestival/ https://www.lesbianchic.de/queersicht-schwullesbisches-berner-filmfestival/#respond Fri, 21 Oct 2016 09:28:22 +0000 https://www.lesbianchic.de/?p=12036 Vom 3. bis 9. November 2016 findet in Bern das 20. Schwullesbische Filmfestival „Queersicht“ statt. Damit ist Queersicht das älteste aller queeren schweizer Filmfestivals. Zu diesem Anlass zitiere ich hier gerne aus dem Grusswort der Broschüre. Es stammt von Veronika Minder, der Gründerin des Festivals: „Auf der Suche nach meiner eigenen (sexuellen) Identität giere ich als junges Ding nach non-konformen Frauenbildern. Seit den 1980er-Jahren werde ich vermehrt im Kino fündig, entdecke lesbische Romanzen oder schwulen Trash; und ich beginne, auch Heten-Filme genussvoll mit „queeren“ Augen zu sehen.

Wie jedes Jahr habe ich mich das bunte, weil zweisprachig, ziemlich unübersichtliche Programmheft gelesen und teile hier gerne meine persönlichen Highlights, Must-sees und Must-visits mit euch. Wenn ihr die Filmtitel anklickt, könnt ihr euch direkt den Trailer anschauen. Wollt ihr wissen, wann und wo welcher Film läuft, findet ihr auf der Website von Queerischt den Spielplan.

 

Die Filme

À trois on y va

Der Titel bedeutet frei übersestzt : Man geht zu dritt. Entsprechend handelt der Film von einer Ménage à trois zwischen der Hautdarstellerin und einem Päärchen. Das Lustige dabei: Das Päärchen weiss nicht, dass sowohl ER als auch SIE mit IHR eine Affäre haben. Ein Spielfilm, der komödiantischen Inhalt mit hübschen Schauspielerinnen verspricht.

à trois on y va
à trois on y va

Do I sound gay?

Klinge ich schwul? Eine Frage, die sich der Journalist David Thorpe stellt. Er macht eine Strassenumfrage und beginnt, in alle Richtungen nach schwulen Klischees zu recherchieren. Unterhaltsam und doch ernst. Auch wenn wir nicht schwul sind, bin ich überzeugt, dass der Dokumentarfilm über Stereotypen sehenswert ist.

Do I sound gay?
Do I sound gay?

Faster, Pussycat! Kill! Kill!

Der Film ist uralt (für meine Verhältnisse) und Kult. Er ist völlig überdreht und kann in keiner Weise ernstgenommen werden. Es geht um die „Satensweiber von Tittfield“, die à la Kill Bill mit Mord, Sex, Drogen und einem Idioten namens Blumenkohl zu tun haben. Man muss einen komischen Humor haben, um den Film zu mögen. Aber normal ist ja schliesslich auch langweilig.

Faster Pussycat! Kill! Kill!
Faster, Pussycat! Kill! Kill!

Go Fish

Ich wünsche mir in regelmässigen Abständen lesbische (Liebes)Filme ohne Drama und mit Happy End. Genau so wie all die Hetero-Romanzen sind. Go Fish könnte ein solcher Film sein. Im Beschrieb steht zumindest „Regisseurin Rose Troche zeigt eine Gruppe lesbischer Frauen, die sich gegenseitig unterstützen, miteinander diskutieren und sich lieben. Dabei wird deutlich: Zusammen ist weniger allein.“ *schmacht*

Go Fish
Go Fish

Katzenball

Ein Muss, für alle Frauen, die sich für die lesbische Schweizer Geschichte interessieren. Veronika Minder und Valerie Fischer erzählen in 87 Minuten die Geschichte(n) von lesbischen Frauen in der Schweiz – früher und heute. Fünf Frauen wurden dafür näher portraitiert. Zusammen mit Zeitdokumenten und Filmausschnitten beleuchtet Katzenball ein differenziertes Bild vom Anders-sein in der Schweiz.

Katzenball
Katzenball

Kings, Queens & In-Betweens

„Drag“ ist nicht gleichzustellen mit einer sexuellen Orientierung. Das Geschlecht hat weder etwas mit dem Gender noch mit der Gesinnung zu tun. Der erfrischende Dokumentarfilm von Gabrielle Burton zeigt die Spielarten zwischen Kings, Queens und allem Dazwischen.

Kings, Queens & In-betweens
Kings, Queens & In-Betweens

Kurzfilme 2

Das ist so eine Sache, mit den Kurzfilm-Blocks. Es ist eine Lotterie. Vielleicht mag man die meisten Filme und vielleicht findet man sie mehrheitlich schrecklich. Aber mindestens einen Block muss man sich einfach anschauen. Kurzfilme 2 wird mit einem Mickey Mouse-Titelbild beworben und hat damit bei mir schon fast gewonnen. Zudem tauchen die Aussagen „I need a Hero“, „I’m happy and gay“ sowie Catwoman und Supergirl im Beschrieb auf. Klingt nach Spass.

Kurzfilme 2
Kurzfilme 2

 

Die Party

Am Samstag, 5. Novemeber 2016 um 22.30 Uhr öffnet die Turnhalle ihr Pforte für die tanzwütigen queeren BesucherInnen. Gespielt wird Elektro. Und zwar nur Elektro. DJane Digital Tina aus Bern ist House- und Technospezialistin und DJ Jack Chang aus Frankfurt mag minimalistischen House. Wer glaubt, es wird einseitig und langweilig soll bedenken, dass um Mitternacht die Drags eine Show abziehen und das queere Partypublikum in Bern selten so interessant ist, wie an der Queersicht-Party.

Partylokal Turnhalle
Partylokal Turnhalle

Auch besuchenswert

DerDieDas Tuntenhaus

DerDieDas war ein Trio infernale, das um die 90er-Jahre Bern unsicher machte. Jean, Coco und Carmilla machten Musik, Körperkunst und Performances. Sie besetzten ein Haus, das sie DerDieDas Tuntenhaus nannten. Vor zwanzig Jahren löste sich das Trio auf. Anlässlich des Queersicht wird eine Ausstellung über die drei Queerköpfe gezeigt. Mit Fotos, Musik und Film wird das Schaffen der drei KünstlerInnen wieder in Erinnerung gebracht.

Das Trio DerDieDas
Das Trio DerDieDas

Der Brunch

Am Sonntag Morgen um 11 Uhr kredenzt Marcel vom Restaurant „Marcel’s Marcili“ Süsses und Deftiges zum Frühstück. Es passt wunderbar, die Nacht durchzutanzen und sich am nächsten Morgen mit dem Flirt oder den Freunden um die Ecke vom „Ort des Geschehens“ zum Brunchen zu treffen.

 

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Die Orte des Geschehens

 

Tickets

Im Vorverkauf können für alle Vorstellungen Tickets ergattert werden. Ich empfehle dies wärmstens, denn die mitmachenden Kinos sind nicht riesig und die Platzzahl entsprechend beschränkt.

Pro Film werden 15 Tickets an der Kasse vor Ort angeboten. Sie öffnet 30 Minuten vor Filmbeginn. Pünktliches Erscheinen ist ein Muss, sonst gehst du leer aus.

Jugendliche bis 25 Jahre erhalten gegen Vorweisen einer gültigen Identitätskarte einen kostenlosen Festivalpass. Mit diesem erhältst du alle Tickets 5 Franken günstiger.

Tickets für die Parties gibt es nur an der Abendkasse.

Kommentar:

Wie ihr bestimmt bemerkt habt, stehe ich nicht so auf Dramen und Coming-out-Stories. Auch Workshops sind nicht so mein Ding. Ich möchte an einem Filmfestivals in erster Linie Filme sehen und mich dabei gut unterhalten oder etwas lernen. Queersicht ist kunterbunt und es lohnt sich für dich auf jeden Fall, einen Blick in das Programmheft zu werfen. Denn auch Liebhaberinnen von Drama, Grusel, Coming-out, Schnulzen, Surrealem und Aufwühlendem kommen auf ihre Kosten.

 

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Review Zürich Pride 2016 https://www.lesbianchic.de/review-zuerich-pride-2016/ https://www.lesbianchic.de/review-zuerich-pride-2016/#respond Wed, 22 Jun 2016 18:38:39 +0000 https://www.lesbianchic.de/?p=11738 Intro

Sehen und gesehen werden

Ich war an der Zürich Pride Anfang Juni und berichte euch nun mal von diesem crazy Trip. Wieso geht frau heute überhaupt noch an die Pride? Richtig: Wegen Alk, Party und Drogen. Hauptsächlich. Und natürlich wegen der Hotties. Macht Spaß, schönen Frauen beim Tanzen zuzusehen. Besonders in diesem Jahr.

Das Sehen und Gesehenwerden ist ein wichtiger sozialer Aspekt der Pride. Erstens um das Ego zu streicheln, die Neugier zu befriedigen und weil es verdammt genial sein kann, mit den richtigen Leuten an seiner Seite. Langweilig ist es nie. Entweder gibt es Schlägereien wegen Exfreundinnen, Eifersuchtsdramen oder sonstige theatralische Zurschaustellungen von zu-viel-Alkohol-plus-Gefühlschaos. Nicht ganz so schlimm wie auf Lesbenparties. Aber genug. Gratis Unterhaltung sozusagen.

Warum an die Pride? Heisses Rumgemache, sexy Ladies und Drag Queens, alles nicht ganz jugendfrei. Und genau darum geht es. Unsere Freiheit, unser Recht, genauso offen und direkt mit unseren Bedürfnissen und Lebensweisen umzugehen wie die Otto-Normalbürger. Weil wir nicht nur Toleranz sondern Akzeptanz fordern. Fertig mit dem Versteckspiel, lebt euer Leben und genießt es.

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All of us together, egal woher wir kommen und wer wir sind, wir halten zusammen.

Pride Demo: Nüchterne Erkenntnisse

Seit ein paar Jahren war das meine erste Pride und ich war, peinlicherweise, total nervös. Als ich in Zürich ankam regnete es in Strömen, was nicht gerade meine Motivation steigerte, zwei Stunden durch die Stadt zu marschieren. Meine Begleiterin Chantal (CEO des Blogs), war total verpennt und überfeiert, wollte nicht raus. Als dann doch die Sonne rauskam, war das unser Weckruf: Let`s go!

 

Chantal mit unserem Traumpaar des Tages, die beste Begleitung, die ich mir wünschen konnte
Chantal mit unserem Traumpaar des Tages, die beste Begleitung: Crazy, sexy, funny and lovely

Beim Helvetiaplatz angekommen mussten wir aufpassen, dass wir uns nicht aus den Augen verloren. Sie, die Züricherin mit den schnellen Schritten und ich, bemüht ihr zu folgen. Irgendwie schafften wir es doch, zusammenzubleiben und fanden sogar noch das lesbische Traumpärchen, mit dem wir verabredet waren. Zu viert gings dann weiter, queer durch die City, inmitten cooler Musik und einer bunt gemischten Menschenmenge.

Da ich nüchtern nicht gerne tanze, war ich Beobachterin: Neben meinen Freundinnen, die ausgelassen tanzten und sichtbar Spaß hatten, war es auch sonst eine Atmosphäre der Freude, Party, Freiheit und Unbekümmertheit. Alle schienen ungehemmt und aufgeregt, ein Meer an Emotionen. Und das passte einfach super zum Motto: Team for Love. Denn so verschieden wir LGBTQIA+ People sind, alle sind in diesem Team. Und so folgten wir dem Heldenbar-Wagen Richtung Festivalgelände.

Die heisse und talentierte DJane Kimbro (links)
Die heiße und talentierte DJane Kimbro (links)

Heiße DJanes, Alkohol und ein bisschen Politik

Bei unserer Ankunft auf dem Kasernenareal war schon alles voll. Auf der Bühne spielte gerade DJane Kimbro ihren Sound. Wir konnten nicht anders als diese wunderschöne Frau anzuhimmeln. Wenn auch nur für einen Moment natürlich, es war viel los. Nach einigen Wiedersehen und die-kenne-ich-doch Momenten (vorallem seitens meiner allseits bekannten Begleiterin CG) holten wir uns was zu trinken und hörten den Rednern zu. Es ging um Ehe für alle, Stiefkindadoption, politische Fort- und Rückschritte und die unabstreitbare Pflicht um unsere Rechte zu kämpfen. Cool, dass es nicht nur LGBT Redner waren, sondern auch hetero Allies.

Die Redner hatten es nicht ganz einfach bei der Partylaune, aber hatten dann doch zu wichtigen Punkten das Publikum erfasst
Die Redner hatten es nicht ganz einfach bei der Partylaune, aber konnten dann doch zu wichtigen Punkten das Publikum mitreißen

Sie bekamen viel Applaus, aber die Aufmerksamkeit war dank steigendem Alkoholkonsum nur teilweise auf sie gerichtet. Nach einigen recht guten Aussagen von Politikern und Co. machten wir uns auf die Suche nach etwas essbarem. Also drei von uns. Eine (ratet mal wer) war mal wieder weg. Die Auswahl an möglichen Menüs schlug mir ironischerweise auf den Magen und so hielt ich Ausschau nach unserer verlorenen Gefährtin. Die auch prompt auftauchte. In Ermangelung eines Ladegerätes für ihr lebensnotwendiges Handy gingen wir nach Hause. Ausruhen, Akku laden (auch unsere) und bereit machen für die Party am Abend.

Massig Party People, feiern bis zum Umfallen
Massig Party People, feiern bis zum Umfallen

Official Pride Party @ Kaufleuten

Nach dem Entspannen konnte es losgehen. Sturz ins Nachtleben, genauer: ins Kaufleuten. Die offizielle Pride Party war sehr gut besucht, oberkommerziell, sehr laut, lustig, abgefuckt, frech und mit der Zeit bisschen doof (too crowded).

Dank Alkohol konnte ich endlich locker werden. Verlassen von meinen Freunden für Drinks, tanzte ich zu den bassgeladenen Klängen der elektronischen Musik. Wow, dieses Gefühl der Freiheit hatte ich fast vergessen. Hielt aber nicht lange an, da immer mehr Leute nach vorne drängten. Flucht zu den Sofas, wo ich meine Mädels wieder fand. Wir tanzten alle zusammen, wobei die beiden Turteltauben sich fast auffrassen. Wie einige der anderen Gäste um uns. Heiße Show, meine Augen aber waren woanders. Gefesselt von Schönheit, Sinnlichkeit und dem Gegenspiel von sanft und wild zugleich. Ach, solche Frauen sind nie frei. Also Abstand halten.

Sagte sich so leicht: Es wurde immer enger, die Leute flippten total aus, waren betrunken oder drauf. DJane Alaska Thunderfuck brachte heissen Sound, gute Mixes, Hauptsache tanzbar. Wir flüchteten in die Raucher Lounge vor der Masse Tanzwütiger, was verdammt gut tat. Ruhiger, intimer, chillig. Irgendwann war die Party für uns zu Ende und wir wanderten heimwärts (im Taxi).

Fazit: Aufregend, heiß und amüsant war es, meine Begleiterinnen die Besten und ich froh dabei gewesen zu sein. Hat sich gelohnt.

Eine Welle der Trauer, Bestürzung, Anteilnahme und Wut nach dem Massaker in Orlando, FL
Eine Welle der Trauer, Bestürzung, Anteilnahme und Wut nach dem Massaker in Orlando, FL

Orlando Shooting: Sollen wir aufgeben?

Ein Tag nach der Zürich Pride wurden in Orlandos Gay Club Pulse rund 50 Menschen regelrecht hingerichtet. Ob es nun ein religiöser Hintergrund oder Selbsthass projiziert auf Schwule war, who knows. Fakt ist, es war ein Hassverbrechen von so vielen, mit dem unsere Community konfrontiert wird. Meist wird es nicht einmal publik. Nur in diesem Fall waren die Wellen gross.

Und genau das ist der Grund, warum es die Pride braucht! Wir sind ein Teil der Gesellschaft und verdienen denselben Respekt und Achtung wie Heteros. Wenn wir nur unsichtbar dahinvegetieren und uns verstecken, was ist das für ein Leben? Wenn wir nicht einmal öffentlich trauern dürfen wie in Russland, keine Anerkennung unserer Verluste, keinen Wert haben für die Allgemeinheit?

Die Zürich Pride hatte 12`000 Teilnehmer und 32`000 Besucher auf dem Kasernenareal und dem Zeughaushof. Nicht nur Gays, sondern auch Angehörige, Freunde, Sympathisanten. Ganz schön viel für uns rechtlich „minderwertigere“ Gesellschaft. Es scheint sich also was zu tun. Nun muss sich nur endlich das Gesetz ändern.

Ich gebe nichts darauf, was andere von meiner sexuellen Orientierung oder meiner Partnerwahl halten. Jeder muss das Leben in seinem Sinne leben können. Und dazu brauchen wir gleiche Rechte für alle. Love is love. Warum spielt das Geschlecht eine Rolle, wenn es um Rechte geht? Wir sind alle Menschen. Es wird Zeit, dass dies anerkannt wird. Unsere Community braucht Sichtbarkeit, Toleranz, Akzeptanz, Gleichstellung und Gleichwertigkeit. Also seid stark und kämpft!

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Zürich Pride 2016 – Kommt ins Team! https://www.lesbianchic.de/zuerich-pride-2016-kommt-ins-team/ https://www.lesbianchic.de/zuerich-pride-2016-kommt-ins-team/#respond Sat, 28 May 2016 10:17:54 +0000 https://www.lesbianchic.de/?p=11662 Die Pride steht in diesem Jahr unter dem Motto #teamforlove und will damit ein starkes Zeichen setzen. Wir sind alle in diesem Team, alle, die wir für Gleichstellung, Liebe und Toleranz kämpfen, jeden Tag,jeder auf seine Weise. Unsere LGBTQIA-Community hat sich in den letzten Jahren sehr stark entwickelt und ja, wir sind auf einem guten Weg.

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Wer kämpft für uns, wenn wir es selbst nicht tun?

Organisationen wie die Operation Libero, deren Co-Präsidentin auch als „Alptraum der SVP“ bezeichnet wird und sich sehr für unsere politischen Anliegen einsetzt, die Milchjugend als Aufklärer und Jugendarbeiter, Zurich LGBT Professional für internationale Beziehungen und auch der Dachverband für Regenbogenfamilien leisten schon sehr viel. Das heißt aber nicht, dass wir nur abwarten sollen. Es braucht die Unterstützung von uns allen, damit wir weiterkommen. Hört auf mit dem Versteckspiel und steht für eure Rechte und eure Freiheit ein!

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Wo bleibt unser politischer Kampfgeist?

Die Abstimmung über die „Ehestrafe“ fiel sehr knapp aus und klar, das Resultat war Nein, aber es hätte viel deutlicher sein müssen. Früher oder später werden weitere politische Vorstöße folgen, wie für die „Ehe für Alle“ und die „Stiefkindadoption“. Sollten wir uns nicht alle dafür einsetzen? Denn selbst wenn manche Themen weit weg erscheinen, sie betreffen die gesamte Community. Politik ist nicht jedermanns Lieblingsthema, ich weiß, aber es ist wichtig sich zu informieren und für seine Rechte zu kämpfen. Denn: Wir können froh sein, dass wir in der Schweiz diese Möglichkeiten haben. Sie nicht zu nutzen wäre beinahe eine Beleidigung für alle Länder, in denen man als Aktivist noch den Tod zu fürchten hat.

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Von Gleichstellung sind wir noch recht weit entfernt und das müssen wir ändern. Wie ihr seht, der politische Aspekt der Pride ist auch in diesem Jahr wichtig und sollte bei der ganzen Feierei nicht vergessen werden. Ansonsten bleiben die Gründe zum Tanzen wohlmöglich bald aus.


Neben der eigentlichen Demo am 11.6. stehen natürlich wieder viele tolle Parties, Diskussionen und ein kunterbuntes Fest an. Es lohnt sich auf jeden Fall, das Programm anzuschauen. Hier eine kleine Zusammenfassung der meiner Meinung nach interessantesten Programmpunkte:

Mittwoch, 8. Juni

Ab 17:00 Uhr kann frau auf der Chinawiese unter Gleichgesinnten ein gemütliches Barbecue genießen und so neue Kontakte knüpfen bzw. alte pflegen. Anschließend steigt ab 20:00 Uhr in der Heldenbar die Pre-Pride-Party mit Mel Nagelbein und Finest Deep House Sound.

Donnerstag, 9. Juni

Für die Bücherbegeisterten unter euch habe ich den Tipp, bei der Lesung von Lovis Cassaris vorbeizuschauen um 19:00 Uhr. Sie stellt dabei ihren Debütroman „Ein letztes Mal wir“ vor, ein Liebesroman (wie könnte es anders sein), welcher sich sehr gut lesen lässt und einen mitnimmt auf die gefühlvolle Reise zweier sehr unterschiedlicher Frauen. Kann es nach dem Probekapitel auf jeden Fall empfehlen.

Freitag, 10. Juni

Der Dachverband Regenbogenfamilien lädt zu einer Kunstausstellung über das Leben und Lieben russischer Regenbogenfamilien ein und bei der Podiumsdiskussion erzählen zwei lesbische Paare von ihren eigenen Erfahrungen in ihrem Heimatland. In Russland ist Diskriminierung an der Tagesordnung und ihr Leben ein größerer Kampf, als wir es uns vorstellen können. Geht hin, schaut mal über die Landesgrenzen hinaus. Vielen geht es schlechter als uns hier, aber genau deshalb dürfen wir nie aufhören für unsere Rechte einzustehen.

Um 23:00 Uhr öffnet der Heaven Club seine Türen für die Official Opening Pride Party. Die beiden erfolgreichen Drag DJanes Charlet C. House und Vicky Goldfinger sorgen dabei für den gebührenden Glamour und heissen Partysound, damit auch alle in Stimmung kommen.

Eine Alternative dazu bietet Friedas Büxe mit Kiki & the Babalu Dancers zu Musik von Rumlaut, Juen und Riccardo de Cicco. Alles in allem chillige Electronic Music und ein tolles Ambiente.

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Samstag, 11. Juni

Die Versammlung für die Demo ist 13:00 Uhr auf dem Helvetiaplatz, wo die politischen Reden der diesjährigen Redner hoffentlich die Motivation noch in die Höhe treiben. Kathrin Bertschy (Nationalrätin), Suzan G. LeVine (amerikanische Botschafterin), Anita Fetz (Ständerätin BS) und Flavia Kleiner von der Operation Libero sind absolute Powerfrauen, setzen sich mit Herzblut und viel Engagement für die LGBT Community ein und heizen uns mit ihren Reden ordentlich ein. Hört ihnen zu, denn wir alle sollten uns mehr darum kümmern, was in der Politik läuft. Sie beeinflusst unser Leben!

Die kunterbunte und lautstarke Demo beginnt um 14:00 Uhr. Nach dem Umzug queer durch die City wird auf dem Festivalgelände die Stimmung angeheizt durch die heiße wie auch talentierte Kimbro mit ihrem Tech und Deep House Sound. Dabei finden auch Bühnenshows und politische Reden ihren Platz und hoffentlich auch ihre verdiente Aufmerksamkeit neben dem Feiern.

Am Abend ab 23:00 Uhr steigt im Kaufleuten die Official Pride Party auf 3 Floors und mit einer großen Auswahl an internationalen Musikern, DJs und Drag Queens, ein Fest der Andersartigkeit und absolute Riesenparty.

Wem eine Ladies Night lieber ist, dem kommt die Girlie Circuit Party in der alten Kaserne sicher entgegen.


Für welche Parties ihr euch auch entscheidet, genießt die Pride-Week nicht nur mit Alkohol und Tanzen, sondern auch mit dem Gedanken daran, weshalb wir alle zusammen stehen.

Freedom and Love for everyone!

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Queer-Partys in der Schweiz – Eine Übersicht https://www.lesbianchic.de/queer-partys-in-der-schweiz-eine-uebersicht/ https://www.lesbianchic.de/queer-partys-in-der-schweiz-eine-uebersicht/#respond Fri, 08 Jan 2016 19:00:31 +0000 https://www.lesbianchic.de/?p=11335 In unserem Eventguide Schweiz empfehlen wir euch monatlich Partys in Zürich, Bern, Luzern und Basel. Aber was sind das eigentlich genau für Partys? Welche Musik wird gespielt und welches Publikum trifft Frau dort an? Hier gibt’s einen kurzen Überblick, schön geordnet von A bis Z.

Bloc Party Bern (UPDATE 2022, machen keine Parties mehr)

Die Berner Bloc Parties haben weder musikalisch noch organisatorisch etwas mit der gleichnamigen englischen Indie-Band zu tun. Die Bloc Party findet 3 – 4x jährlich im Gaskessel Bern statt und richtet sich an alle Queers. Bei den frauenliebenden Frauen ist der Gaskessel kein Unbekannter. Jahrelang fanden sich dort alle partylustigen Frauen aus der Region Bern zur „Welle“ ein. DIE Frauenfete von Frauen für Frauen. Die Welle gibts schon länger nicht mehr aber seit Anfang 2014 hat der Gaskessel wieder schwullesbisches Publikum an den Bloc. Der Gaskessel bietet zwei Dancefloors, zwei Bars und eine Lounge. An der Bloc wird auf beiden Floors unterschiedliche Musik aufgelegt. Die DJ’s und DJanes sind immer bekannte Köpfe der Szene.

Publikum: Jungs & Mädels, Damen & Herren zwischen 18 und 40 Jahren

Stimmung: Auf dem Dancefloor 1 dröhnt die Musik und die Leiber zucken. Auf dem Dancefloor 2 ist die Musik eher ruhiger, es wird getanzt aber auch viel gequatscht (dort sind meist die Damen zu finden) und in der Lounge werden Bierchen gekippt.

Flirtfaktor: Schwierig zu beurteilen. Also die Herren sind immer äussert flirtlaunig – untereinander. Die Frauen sind, wie üblich, in Grüppchen unterwegs und checken ausgiebig die Lage. Auf dem Dancefloor ist der Flirtfaktor wohl eher gering, aber an der Bar lässt sich gut anbändeln ;-) .

Free to Love Zürich

Free to Love ist eine der Gay-Partys von Palace Mixed, die in der alten Kaserne in Zürich stattfinden. Offen für alle Schwule und Lesben locken die Partys regelmässig die junge Szene in die Kaserne. Gespielt werden die aktuellen Charts, schön discomässig gemixt. Geht man regelmässig hin, kennt man das Lineup rasch. Eintritt ist teuer, darum gibt’s einen Vorverkauf mit Vergünstigungen und regelmässig Gratis-Getränke für die ersten 100 Ankommenden.

Publikum: Jungs und Mädels zwischen 18 und 30 Jahren

Stimmung: Szenig. Es wird getanzt und geflirtet, sich betrunken, gestritten und abgerauscht.

Flirtfaktor: wenn man eher auf junge, hyperaktiv kicherne Chics oder megalässige Baggypants-Lesben steht, dann ist der Flirtfaktor mittel. Da die Damen auch immer im Rudel auftreten, ist ein Gespräch zu zweit eher schwieriger. Alternative? Auf dem Dancefloor antanzen. Aber Achtung, dass nicht plötzlich eine aus dem Rudel die (Möchtegern)Freundin ist…dann gibt’s gleich ein Gezeter.

Free to Love Zürich
jung, frech, mixed. Das ist Free to Love.

Frieda’s Büxe Zürich

Frieda’s Büxe beschert uns in unregelmässigen Abständen elektronische Partys nur für uns Frauen oder allgemein für Queers. Frieda’s Büxe ist cool, stylisch, anders aber trotzdem so ganz Zürich. In die Büxe kommen sowohl die Szeneparty-Frauen als auch Neulinge oder solche, die einfach mal wieder nach Zürich an eine coole Party wollen.

Frieda's Büxe in rosa. Süss!
Frieda’s Büxe in rosa. Süss!

Frigay Luzern

It’s Friday Night and the Feeling’s right – mit dem Slogan werden die Frigay-Partys im Eventguide jeweils angekündigt. Frigay findet immer am 3. Freitag im Monat im Club El Cartel in Luzern statt. Von 23.00 bis 05.00 Uhr tanzen Lesben und Schwule zu dancigen Mixes der DJ’s auf dem Mainfloor. Gespielt werden die aktuellen House-Charts und Partyhits (kein Ballermann!). Auf der Galerie gibt es eine chillige Lounge (kann gemietet werden) und die Drinks sind hervorragend.

Publikum: Mehr Jungs als Mädels. Es sind aber nette und nett anzusehende Jungs und die Frauen, die am Frigay sind, die sind chic. Es sind Frauen in Kleidchen oder sportlichen Jeans und Nike-Shirt, zwischen 20 und 30 Jahren.

Flirtfaktor: Frauen sind meist in kleinen Grüppchen da, was die Flirtattacke zu einer kleinen Mutprobe verkommen lässt. Wer Mut hat, hat aber auch einen Flirt.

Spassfaktor: Frigay mit Freunden ist Spass garantiert. Die tanz- und feierfreudigen Partypeople sorgen für ausgelassene Stimmung und gute Vibes.

The Loft ist stylisch. Die Gäste an der Frigay auch.
The Loft ist stylisch. Die Gäste an der Frigay auch.

Kopfkino Luzern

Die Kopfkino-Party’s in Luzern fanden mal einmal pro Monat statt. Dann wurden die Partys nicht mehr durchgeführt. Seit Dezember 2015 finden sporadisch wieder Partys statt. Wenn es eine gibt, findet ihr die auf Facebook oder in unserem Eventguide.

Die Macher von Kopfkino wollen „schwule Mädchen, lesbische Jungs übers ganze Queerbeet miteinander VERBINDEN; einen Ort bieten, wo Mann/Frau sich zu guter, frischer Musik trifft und zwar FRIEDLICH; die Stadt Luzern homosexuell PIMPEN.“

Publikum: „Frische Musik“ und „Friedliches Miteinander“ macht deutlich: Hier ist keine Party à la Oberzicken-Szene-Lesbe gefragt. Kopfkino ist entspannt und so sind es auch seine Besucher_innen. Kopfkino spricht Frauen (und Männer) an, die mit beiden Beinen im Leben stehen, wissen was sie suchen oder bereits gefunden haben und mal wieder mit ihresgleichen an Drinks nippen oder tanzen wollen.

Flirtfaktor: eher gering.

Offstream

„Offstream – the alternative Gay Party“ ist der Slogan. Was ist daran alternativ? Der Musikstil. Offstream wurde von frustrierten Partygängern gegründet, die sich über die ewig-elektronischen schwullesbischen Partys nervten. Sie wollten rocken und das bitte zu erschwinglichen Preisen. Heute lässt sich der Musikstil von Offstream nicht mehr so kategorisieren. Die DJs spielen, worauf sie Bock haben – einfach keinen Elektro. Preise sind immer noch deutlich unter dem, was sonst so an Szenepartys bezahlt werden muss. Offstream ist meist in Zürich zu Gast, es gibt aber auch vereinzelt Partys in Bern und Luzern.

Publikum: Besucher von Offstream sind Männlein wie Weiblein, die auf die „normale“ Szene keinen Bock haben. Kein Drama, keine Schlägereien. Einfach zu guter Musik abtanzen, lachen und flirten. Wie es so ist, bei gemischten Partys, beträgt der Frauenanteil sicher keine 50%. Anzutreffen sind Frauen zwischen 18 und 35 Jahren, vom chicen Chick zur coolen Hemd-Trägerin hat es alles dabei.

Flirtfaktor: An der Bar oder auf der Tanzfläche lässt sich problemlos flirten.

Spassfaktor: Magst du die Musik, dann hast du auch Spass ;-).

Wichtig: Offstream wirbt nicht offensiv für seine Partys. Wer hin will, weiss wann und wo die nächste Offstream steigt. Am besten auf der Page den Newsletter abonnieren oder unseren Eventguide lesen.

Offstream. Party ohne House und Elektro. Pure Alternative Gay Party.
Offstream. Party ohne House und Elektro. Pure Alternative Gay Party.

Popshop Bern

Am ersten Freitag im Monat lädt das Frauenraum-Kollektiv zur Frauenparty Popshop ein. Lokale DJanes legen ausschliesslich Pop und Elektro auf. Ab 22.00 Uhr treffen sich die Frauen zum Tanz und Drink,

Publikum: Frauen zwischen 28 und 48 Jahren. Besucherzahl ist überschaubar.

Stimmung: Locker, man trifft sich mehr zum Drink mit Freundinnen als zum tanzen. Drinks sind günstig und gut.

Flirtfaktor: gering. Als „Neuling“ ohne bereits bekannt Begleitung wird man eher kritisch beäugt. Bernerinnen sind nicht so offen wir Züricherinnen. Leider.

Queerplanet Basel (UPDATE 2022, Webseite fehlt das SSL Zertifikat)

Queerplanet ist die House und Elektro Party der lesbischen und schwulen Basler_innen. Aufgelegt werden die aktuellen Club-Charts, die die feierwütige Gemeinde auf die Tanzfläche locken. Resident DJane ist Taylor Cruz. Mit ihr auf der Bühne sind wechselnde Gäste aus ganz Europa.

Publikum: Frauen und Männer zwischen 20 und 38 Jahren.

Stimmung: locker, feierlaunig,

Flirtfaktor: mittel bis hoch

Rainbow – Feel the Heaven Basel

Die Rainbow – Feel the Heaven Partys finden in der Bar Rouge in Basel statt. Und schon nur diese Location ist es wert, an die Party zu gehen! Die Bar Rouge befindet sich zu oberst im Messeturm Basel. Die Aussicht ist atemberaubend, die Cocktails delicious (haben aber ihren Preis). Die Party bietet zwei Floors. Auf dem oberen Floor gibt es House und unten Elektro.

Publikum: Jungs und Mädels zwischen 20 und 40 Jahren. Sie kommen von überall her, auch aus Deutschland und Frankreich… Dreiländereck sei Dank!

Stimmung: locker, feierlaunig, flirtwillig.

Flirtfaktor: mittel bis hoch. Man kommt an der Bar schnell ins Gespräch oder darf es auch wagen, einfach mal eine anzutanzen.

Die Lounge der Bar Rouge in Regenbogenfarben. Clubbing deluxe mit atemberaubender Aussicht.
Die Lounge der Bar Rouge in Regenbogenfarben. Clubbing deluxe mit atemberaubender Aussicht.

Santa V Zürich

Die Santa V hat keine Website, aber dafür sonst alles, was es für einen gelungenen Event braucht. Die Organisatorinnen buchen jeweils hervorragende DJanes aus dem In- und Ausland sowie einen Special Act. Santa V steht für „heilige Weiblichkeit“. Die Party ist zwar offen für alle, aber das göttlich weibliche wird definitiv hoch gefeiert. Daher ist die Santa V mit einer womenonly Party gleichzusetzen. Wann eine Santa V stattfindet, erfahren auch wir meistens über Facebook und teilen die Daten in unserem Eventguide Schweiz mit euch.

Publikum: Frauen zwischen 20 und 40 Jahren

Stimmung: heiss und knisternd. Gute Musik, starke Drinks und attraktive Besucherinnen sind die Zutaten der Santa V

Flirtfaktor: mittel bis hoch, je nach dem, was du suchst. Es gibt auch immer wieder Neugierige Frauen an den Santa V…

Sublake Zürich

Szenekenner kennen sie garantiert: DJ Sabaka. Wo elektronische tanzbare Musik gespielt wird, ist Sabaka oft nicht weit. Wisst ihr auch, das Sabaka den Kiosk/das kleine Restaurant im Seebad Enge führt und dort, im Frauenteil, regelmässige Sommerfrauenpartys organisiert? Genau, das sind die Sublake Partys. Open air, am Wasser, mit Sabaka an den Plattentellern. An den Partys herrscht Urlaubstimmung. Es gibt gute Drinks, tanzbare Musik, Lounges zum Quatschen, Fläche zum Shaken. Sublake ist ein nicht mehr geheimer Geheimtipp unter den Frauenpartys.

Publikum: Frauen zwischen 30 und 40 Jahren

Stimmung: gechilled

Flirtfaktor: die Frauen am Sublake sind Gesprächig und offen – Urlaubsstimmung eben. Ob es daraus einen Flirt gibt, liegt auch bei dir ;-) .

Urlaubsfeeling im Seebad Enge. Sublake mit DJ Sabaka.
Urlaubsfeeling im Seebad Enge. Sublake mit DJ Sabaka.

Tanzbar Bern

Im ersten Teil der Tanzbar sind Männlein und Weiblein gleichermassen willkommen. Ein Musikstil ist Thema, dazu wird paargetanzt. Später des Nachts werden die Herren freundlich hinausgebeten und die Tanzfläche gehört ganz den Frauen.

Tanzleila Zürich

Seit 1987 lädt Leila die Frauen zum Tanz und ist aus der Szene nicht mehr wegzudenken. Hier treffen altbekannte Szenegängerinnen auf Szene-Newbies, hier trifft jung auf alt. Der Abend beginnt jeweils mit Paartanz um 19:00 Uhr, wird dann ab 21:00 Uhr etwas mainstreamiger (Partytunes und ähnliches), bevor es jeweils ab 23:00 Uhr elektronisch zur Sache geht. An den Plattentellern häufig anzutreffen sind die zuckersüsse Madame Léa sowie Sabaka.

Publikum: Frauen zwischen 20 und 60 Jahren. Eben, die älteste Frauenparty der Schweiz – entsprechend bekannt ist sie bei frauenliebenden Frauen jeden Alters.

Stimmung: es wird getanzt, an Drinks und Bier genippt, gequatscht und geflirtet. Die Stimmung ist entspannt – eine Party unter Freunden, quasi.

Flirtfaktor: mittel bis gering. Der Grossteil an Tanzleila-Besucherinnen ist wahrscheinlich in festen Händen…aber man kann den Flirt ja trotzdem mal wagen, nicht?

Die Tanzleila hat seit der Lancierung schon einige Neuerungen erlebt. An einer der „Neuerungspartys“ war auch Lesbian Chic dabei. Wie’s war, liest du hier: Review Februar 2012

Grossandrang an einer Oster-Tanzleila. Jung und Alt, feminin und butch, alle tanzen mit der Leila.
Grossandrang an einer Oster-Tanzleila. Jung und Alt, feminin und butch, alle tanzen mit der Leila.

Vibra Zürich

Vibra macht seit dem Jahr 2013 Party für Lesben, Schwule und alles tolerante dazwischen. Musikmässig ist Vibra eine typische Szeneparty. House, Elektro, Dance… Hauptsache alle stürmen auf die Tanzfläche und shaken ihre schönsten Körperteile.

Publikum: Frauen, Männer, Homo und Hetero zwischen 18 und 35 Jahren

Stimmung: Locker, offen

Flirtfaktor: mittel

Unsere Redaktion hat auch schon über die Vibra berichtet. Wie’s war liest du hier: Review Februar 2015 und Review Dezember 2015

Vibra verspricht immer wieder gute Vibes.
Vibra verspricht immer wieder gute Vibes.

Women only Ladies Nights Zürich

Die Women only Ladies Nights ist die zweite Partyreihe von Palace Mixed. Anders als Free to Love ist die, wie der Name schon sagt, nur für Frauen. Und die Frauen sind da. In Scharen. Die ganze Szene versammelt sich jeweils zu Neujahr, Ostern, Pringsten und anlässlich der Zürich Pride. Die Musik ist schön Mainstreamig. Auch wenn vier DJanes auflegen, jede hat so ziemlich den selben Sound oder die selben Songs gemixt. Wegen der Musik geht Frau wohl kaum an die Ladies Night. Aber warum dann?

Eintritt: Teuer. Aber es gibt einen Vorverkauf. Unbedingt nutzen, denn sonst steht man schon bei Türöffnung eine Stunde in der Schlange, bis man ein Ticket hat.

Drinks: Teilweise echt übel. Sorry, ihr heissen Bar-Hasen von der Kaserne, aber auch eure luftigen Kleidchen täuschen nicht über halbvolle Becher und saftige Preise hinweg.

Publikum: Szene, Szene, Szene. Da sehr ihr sie, die Männerkleider-tragenden Lesben mit den rasierten Köpfen und die obercoolen Szenelesben im Blazer und die Rudel an kichernden oder möchtegern-bösguckender Jung-Lesben. Manchmal echt ein Gruselkabinett. Aber man geht trotzdem hin, denn man trifft einfach alle aus der Szene. Wenn man die Augen offen hält, findet man auch die süssen, hübschen, interessanten, sexy, freundlichen Frauen, die, von denen wir immer geträumt haben und die wir hier vielleicht endlich mal ansprechen können.

Flirtfaktor: mittel bis hoch. Musst dir einfach die Rosinen rauspicken :-)

Von der Ladiesnight an Neujahr wurde auch schon berichtet: Review Januar 2013 und  Review Januar 2011

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Besucherinnen der Neujahrs-Ladies Night 2016

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Frauenfreundliche Bars & Clubs in Bern – eine Übersicht https://www.lesbianchic.de/frauenfreundliche-bars-clubs-in-bern-eine-uebersicht/ https://www.lesbianchic.de/frauenfreundliche-bars-clubs-in-bern-eine-uebersicht/#respond Fri, 08 Jan 2016 11:01:21 +0000 https://www.lesbianchic.de/?p=11343 Wo muss ich hin, wenn ich in Bern auf nette Frauen treffen will? Wo kann ich meine Liebste zwischen zwei Gläsern Wein küssen oder mit ihr tanzen, ohne gleich DIE Attraktion im Raum zu sein? Zugegeben, die Möglichkeiten in Bern sind beschränkt. Eigentlich eine Schande für ein Ort, der sich „Hauptstadt“ nennt. Aber machen wir das Beste daraus. Die Redaktion von Lesbian Chic empfiehlt dir folgende Hotspots in Bern.

H24 The Club (Update 2022: 2018 wurde H24 beendet und ist neu Cube Club)

Nach der Schliessung des „Samurai“ mussten Berns Queers lange auf einen neuen Ort zum Feiern warten. Seit Sommer 2015 gibt es endlich wieder einen Gayclub in Bern. Und erst noch einer, der uns Frauen auch Freude bereitet.

Das H24 befindet sich am Hirschengraben 24, gleich um die Ecke vom Hauptbahnhof. Eintritt wird nur an Special Events verlangt. Die Garderobe befindet sich im Erdgeschoss. Folgt man der verwinkelten Treppe in den Untergrund tut sich ein grosszügiger Raum mit einer grossen Bar und Lounge auf. Im hinteren Teil befindet sich das Fumoir – abgetrennt mit einer Glasscheibe, so dass auch die Rauchenden nichts vom Treiben im Club verpassen. Ein paar Treppenstufen über der Bar und Lounge befindet sich der Dancefloor mit DJ-Pult, Spiegelwand und im hinteren Bereich nochmals eine kleine Bar und Lounge. Vom Dancefloor aus hat man einen guten Überblick über den gesamten Club.

Open: Von Donnerstag bis und mit Samstag jeweils Abends

People: Männer und Frauen zwischen 20 und 50 Jahren treffen sich zum gemütlichen Cocktailtrinken, ebenso wie zum Tanzen. Durchschnittsalter um die 30. An Special Events Frauenanteil bei 50% und Durchschnittsalter 25-30 Jahre.

Food: Ausser Chip’s und Nüssli gibt’s kein Essen

Drinks: eine gut sortierte Bar lässt keine Wünsche offen. Die Bartender sind nicht alle sattelfest beim mixen. Wenn der erste Schluck nicht schmeckt, werden die Drinks anstandslos zurückgenommen und neu gemixt.

Fazit: Das beste was der Berner Szene seit langem passiert ist. Ein Ort zum Hingehen und Wohlfühlen. Egal ob als Paar oder als Single. Die Stimmung ist entspannt bis ausgelassen.

Goodie: Lust auf einen Blick ins Innere des Clubs? Hier gibts ein Video dazu.

People on the dancefloor
People on the H24-Dancefloor

Frauenraum

Der Frauenraum befindet sich im Obergeschoss der alten Reithalle. Zugegeben, der Gang über den Vorplatz der Reithalle ist nicht immer sonderlich angenehm. Mindestens drei Mal auf 200m will dir immer einer Drogen verkaufen. Hast du das aber geschafft und die Traube an trinkenden Jugendlichen vor der Reithalle durchquert, findest du ganz hinten im Vorhof den Aufgang zum Frauenraum. Der Name ist Programm: Es ist ein Raum für Frauen. Im Raum gibt es eine kleine Bühne, ein DJ-Pult, eine Garderobe, eine kleine Bar (mit günstigen Getränken) und am Rand einige Sofas.

Open: Am Wochenende, teilweise auch unter der Woche. Please check the Website.

People: Die Berner Szene. Frauen zwischen 25 und 55 Jahren. Als Femme hat sich die Autorin dieses Textes dort nie wohl gefühlt und ist deshalb nach drei Versuchen auch nicht mehr hingegangen. Zu empfehlen sind die Konzerte dort. Da kommt man auch problemlos mit den anderen Frauen ins Gespräch. Ansonsten wird man als „Fremde“ ohne bekannte Begleitung fast nur schräg beäugt.

Food: Ausser Chip’s und Nüssli gibt’s kein Essen

Drinks: eine kleine Bar mit beschränkten Möglichkeiten. Was die Barkeeperin ausschenkt, ist aber immer gut und die Preise sind mehr als OK.

Fazit: Der Frauenraum ist seit der Gründung ein wichtiger Ort für verschiedenste Frauengruppen. Der Frauenraum ist feministisch und hat sich der Stärkung der Frauenbewegung verschrieben. Der Frauenraum ist antisexistisch und antihomophob. Im Frauenraum feiern nicht nur Lesben sondern allgemein Feministinnen. Der Frauenraum und das Frauenraumkollektiv organisieren mehr als nur Partys. Der Frauenraum in Bern ist eine wichtige Institution. Aber, ja es gibt ein aber: Wer dort ein und ausgeht, kennt sich. Und als Fremde an einer „Tanzbar“ oder „Popshop“ fühlt man sich schon mal als drittes Rad am Wagen. Empfehlung? Mit einer hingehen, die dort regelmässig hingeht. Dann hat man problemlos Zugang zu allen anwesenden.

wo die Damen jetzt sitzen, wird auch getanzt
wo die Damen jetzt sitzen, wird auch getanzt

Frauenbeiz

Einmal im Monat laden die Frauen des Vereins Frauenbeiz zum Nachtessen in die Villa Stucki ein. Die Platzzahl ist beschränkt und eine Anmeldung dringend erforderlich.

Open: Events werden auf Facebook angekündigt.

People: Die Ur-Szene von Bern, würde ich sagen. Frauen zwischen 35 und 55 Jahren. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Food: was die Ladies kochen

Drinks: Was zum Food passt

Fazit: gerade im Sommer, wenn draussen gegessen werden kann, eine tolle Möglichkeit, um sich mit den frauenliebenden Frauen von Bern auszutauschen. Die Frauen freuen sich auch über „Neu- und Erstlinge“. Und ganz besonders über Frauen, die mithelfen.

Frauenbeiz
Sommer-Frauenbeiz im Garten der Villa Stucki

3gang

Das 3gang ist das Restaurant für das translesbischwule Bern. Eigentlich dasselbe wie die Frauenbeiz, aber offen für alle Queers. Neben dem gemütlichen Abendessen gibt es oft auch ein kulturelles Rahmenprogramm

Open: Alle zwei Wochen am Mittwochabend.

Comback Bar, Blue Cat, Du Nord und ISC

Die Comback Bar und das Blue Cat sind Schwulenbars. Klein und gemütlich. Es sind nicht die Plätze, die ihr in Bern unbedingt gesehen haben müsst, aber wenn ihr Lust auf einen Drink mit eurer Frau habt, und nicht beglotzt werden wollt, werdet ihr euch in beiden Bars sehr wohl fühlen.

Im Kellerlokal Comback Bar treffen sich die Queer Students (Link update 2022 zu der Facebookseite) regelmässig zum gemütlichen Feierabendbier (Dienstags). Auch als Nicht-Student kann man sich der Gruppe anschliessen. Es sind junge, aufgestellte Jungs und Mädels. Eine Anmeldung ist erwünscht.

Das Café/Bar Blue Cat ist ein Geheimtipp an der Berner Fasnacht. Die hübschesten Dragqueens landen allesamt am Schluss im Blue Cat ;-)

Im Restaurant Du Nord und im Club ISC finden in regelmässigen Abständen die Gaypartys Nordufer und Tolerdance statt. Da die Verfasserin noch nie an einer der Partys war, masst sie es sich auch nicht an, eine Empfehlung dazu zu schreiben.

Süss, das Blue Cat
Süss, das Blue Cat

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Review VIBRA @ Provitreff – 05.12.15 https://www.lesbianchic.de/review-vibra-provitreff/ https://www.lesbianchic.de/review-vibra-provitreff/#respond Tue, 08 Dec 2015 10:24:29 +0000 https://www.lesbianchic.de/?p=11212 Intro

„Frischfleisch, Frischfleisch, Frischfleisch.“ Herzlichen Dank an Chantal an dieser Stelle für die wahnsinnig aufbauenden Worte, vier Meter vor der Höhle des Löwen.

Frischfleisch, bin ich also. „Wir passen auf dich auf.” ..na dann, auf auf.

Ich war mir nicht sicher, über was ich schreiben soll: die Klischeehaftigkeit des Abends und den dazugehörigen Dingen wie Wetten abschliessen bei denen der Preis ein Kuss ist? Das olympische Fernblickficken? Das obligatorische, angenehm betrunkene, Gespräch mit der anzutreffenden besten Freundin der Exfreundin über dieselbige?

Oder die Toilettenfreundschaften, die ich geschlossen habe? Oder eher darüber wie ich es als Partygängerin empfunden habe. Die Liste könnte ewig weiter gehen und ich bin überrascht, dass ich all das meiner Meinung nach ziemlich meisterlich bewältigt habe.

Tanzparty vs. Connectingpaty

Die Vibra war toll, ganz ehrlich. Wenn man sich bewusst wird, dass dies keine Tanzparties sind sondern eher Connectingparties, dann fällt einem schon vieles leichter. Wir sind nicht hier um zu tanzen. Nun, nicht nur. Ich denke wir sind vor allem hier um neue Freunde, Liebschaften und Gleichgesinnte zu finden und alte wieder zu treffen.

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Homoparty vs. Heteroparty

Doch durch was unterscheidet sich eine Homoparty von einer „Heteroparty“?

Ich kann vielleicht nicht für alle sprechen, doch meiner Meinung nach ganz klar, durch die intensive Stimmung und das echte Interesse daran, wer so um ein rumsteht. Ich habe selten mit so vielen verschiedenen Menschen, über einen so breitgefächerten Katalog an Themen an einem Abend geredet wie am Samstag. Mal war’s Marokko, kurzweilig über die 100 Mythen des Schluckaufs, über die Tragik des Schuhebindens im Winter bis hin zu Liebe und ob wir sie suchen und finden wollen.

Für einen kurzen Augenblick fühlte ich mich irgendwo angekommen. Ich hasse nichts mehr als ein „Wie geht es dir – Was arbeitest du  – bist du frei.“ Sind also hier die Menschen die ich suche, auch auf rein menschlicher Ebene?

Die Organisatorinnen: Barbara (links) und Lidija (rechts), dazwischen eine schöne Frau. Typisch VIBRA!
Die Organisatorinnen: Barbara (links) und Lidija (rechts), dazwischen eine schöne Frau. Typisch VIBRA!

Fazit

Ich ging mit dem Gedanken aus dem Haus, dass sich Zürich für eine Nacht nicht wie Zürich anfühlten sollte und ihr habt’s geschafft. Ja durchaus, wir waren in Zürich, doch das war nicht mein von  typisch zürcherischen Klischees verfressenes, egotrippisches, distanziertes, „machsch hald mal Party“-Zürich. Nein, das war irgendwie ne kleine andere Welt, in der jeder so ist wie er ist und du so bist, wie du bist und wir nun mal so sind, wie wir sind. Weil wir Akzeptanz und Toleranz ganz gross schreiben wollen und müssen. Und das ist ganz wunderbar.

Hasta luego, ich komme wieder!

Für die Redaktion lesbianchic: Gastaurorin Lulu

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