Ausgangszene Schweiz

Frauenfreundliche Bars & Clubs in Bern – eine Übersicht

Ein Ort der Freude

Wo muss ich hin, wenn ich in Bern auf nette Frauen treffen will? Wo kann ich meine Liebste zwischen zwei Gläsern Wein küssen oder mit ihr tanzen, ohne gleich DIE Attraktion im Raum zu sein? Zugegeben, die Möglichkeiten in Bern sind beschränkt. Eigentlich eine Schande für ein Ort, der sich „Hauptstadt“ nennt. Aber machen wir das Beste daraus. Die Redaktion von Lesbian Chic empfiehlt dir folgende Hotspots in Bern.

 

H24 The Club

Nach der Schliessung des „Samurai“ mussten Berns Queers lange auf einen neuen Ort zum Feiern warten. Seit Sommer 2015 gibt es endlich wieder einen Gayclub in Bern. Und erst noch einer, der uns Frauen auch Freude bereitet.

Das H24 befindet sich am Hirschengraben 24, gleich um die Ecke vom Hauptbahnhof. Eintritt wird nur an Special Events verlangt. Die Garderobe befindet sich im Erdgeschoss. Folgt man der verwinkelten Treppe in den Untergrund tut sich ein grosszügiger Raum mit einer grossen Bar und Lounge auf. Im hinteren Teil befindet sich das Fumoir – abgetrennt mit einer Glasscheibe, so dass auch die Rauchenden nichts vom Treiben im Club verpassen. Ein paar Treppenstufen über der Bar und Lounge befindet sich der Dancefloor mit DJ-Pult, Spiegelwand und im hinteren Bereich nochmals eine kleine Bar und Lounge. Vom Dancefloor aus hat man einen guten Überblick über den gesamten Club.

Open: Von Donnerstag bis und mit Samstag jeweils Abends

People: Männer und Frauen zwischen 20 und 50 Jahren treffen sich zum gemütlichen Cocktailtrinken, ebenso wie zum Tanzen. Durchschnittsalter um die 30. An Special Events Frauenanteil bei 50% und Durchschnittsalter 25-30 Jahre.

Food: Ausser Chip’s und Nüssli gibt’s kein Essen

Drinks: eine gut sortierte Bar lässt keine Wünsche offen. Die Bartender sind nicht alle sattelfest beim mixen. Wenn der erste Schluck nicht schmeckt, werden die Drinks anstandslos zurückgenommen und neu gemixt.

Fazit: Das beste was der Berner Szene seit langem passiert ist. Ein Ort zum Hingehen und Wohlfühlen. Egal ob als Paar oder als Single. Die Stimmung ist entspannt bis ausgelassen.

Goodie: Lust auf einen Blick ins Innere des Clubs? Hier gibts ein Video dazu.

 

People on the dancefloor
People on the H24-Dancefloor

 

Frauenraum

Der Frauenraum befindet sich im Obergeschoss der alten Reithalle. Zugegeben, der Gang über den Vorplatz der Reithalle ist nicht immer sonderlich angenehm. Mindestens drei Mal auf 200m will dir immer einer Drogen verkaufen. Hast du das aber geschafft und die Traube an trinkenden Jugendlichen vor der Reithalle durchquert, findest du ganz hinten im Vorhof den Aufgang zum Frauenraum. Der Name ist Programm: Es ist ein Raum für Frauen. Im Raum gibt es eine kleine Bühne, ein DJ-Pult, eine Garderobe, eine kleine Bar (mit günstigen Getränken) und am Rand einige Sofas.

Open: Am Wochenende, teilweise auch unter der Woche. Please check the Website.

People: Die Berner Szene. Frauen zwischen 25 und 55 Jahren. Als Femme hat sich die Autorin dieses Textes dort nie wohl gefühlt und ist deshalb nach drei Versuchen auch nicht mehr hingegangen. Zu empfehlen sind die Konzerte dort. Da kommt man auch problemlos mit den anderen Frauen ins Gespräch. Ansonsten wird man als „Fremde“ ohne bekannte Begleitung fast nur schräg beäugt.

Food: Ausser Chip’s und Nüssli gibt’s kein Essen

Drinks: eine kleine Bar mit beschränkten Möglichkeiten. Was die Barkeeperin ausschenkt, ist aber immer gut und die Preise sind mehr als OK.

Fazit: Der Frauenraum ist seit der Gründung ein wichtiger Ort für verschiedenste Frauengruppen. Der Frauenraum ist feministisch und hat sich der Stärkung der Frauenbewegung verschrieben. Der Frauenraum ist antisexistisch und antihomophob. Im Frauenraum feiern nicht nur Lesben sondern allgemein Feministinnen. Der Frauenraum und das Frauenraumkollektiv organisieren mehr als nur Partys. Der Frauenraum in Bern ist eine wichtige Institution. Aber, ja es gibt ein aber: Wer dort ein und ausgeht, kennt sich. Und als Fremde an einer „Tanzbar“ oder „Popshop“ fühlt man sich schon mal als drittes Rad am Wagen. Empfehlung? Mit einer hingehen, die dort regelmässig hingeht. Dann hat man problemlos Zugang zu allen anwesenden.

 

wo die Damen jetzt sitzen, wird auch getanzt
wo die Damen jetzt sitzen, wird auch getanzt

 

Frauenbeiz

Einmal im Monat laden die Frauen des Vereins Frauenbeiz zum Nachtessen in die Villa Stucki ein. Die Platzzahl ist beschränkt und eine Anmeldung dringend erforderlich.

Open: Events werden auf Facebook angekündigt.

People: Die Ur-Szene von Bern, würde ich sagen. Frauen zwischen 35 und 55 Jahren. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Food: was die Ladies kochen

Drinks: Was zum Food passt

Fazit: gerade im Sommer, wenn draussen gegessen werden kann, eine tolle Möglichkeit, um sich mit den frauenliebenden Frauen von Bern auszutauschen. Die Frauen freuen sich auch über „Neu- und Erstlinge“. Und ganz besonders über Frauen, die mithelfen.

Frauenbeiz
Sommer-Frauenbeiz im Garten der Villa Stucki

 

 

3gang

Das 3gang ist das Restaurant für das translesbischwule Bern. Eigentlich dasselbe wie die Frauenbeiz, aber offen für alle Queers. Neben dem gemütlichen Abendessen gibt es oft auch ein kulturelles Rahmenprogramm

Open: Alle zwei Wochen am Mittwochabend.

 

Comback Bar, Blue Cat, Du Nord und ISC

Die Comback Bar und das Blue Cat sind Schwulenbars. Klein und gemütlich. Es sind nicht die Plätze, die ihr in Bern unbedingt gesehen haben müsst, aber wenn ihr Lust auf einen Drink mit eurer Frau habt, und nicht beglotzt werden wollt, werdet ihr euch in beiden Bars sehr wohl fühlen.

Im Kellerlokal Comback Bar treffen sich die Queer Students regelmässig zum gemütlichen Feierabendbier (Dienstags). Auch als Nicht-Student kann man sich der Gruppe anschliessen. Es sind junge, aufgestellte Jungs und Mädels. Eine Anmeldung ist erwünscht.

Das Café/Bar Blue Cat ist ein Geheimtipp an der Berner Fasnacht. Die hübschesten Dragqueens landen allesamt am Schluss im Blue Cat ;-)

Im Restaurant Du Nord und im Club ISC finden in regelmässigen Abständen die Gaypartys Nordufer und Tolerdance statt. Da die Verfasserin noch nie an einer der Partys war, masst sie es sich auch nicht an, eine Empfehlung dazu zu schreiben.

Süss, das Blue Cat
Süss, das Blue Cat


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