1) Erster Eindruck

2) Small Talk

3) Verführung oder wie man richtig manipuliert

4) ONS = One Nicht Stand

 

 

Pictures:

Artist: Drew Darcy Title: Seduction


 

1) Erster Eindruck

Wenn wir einen Raum betreten, durchforsten wir alle und kategorisieren sie in:

 

  • Gruppe A: Auffällig und sympathisch
  • Gruppe B: Auffällig und unsympathisch
  • Rest: Unauffällig und uninteressant

 

Wie kommst du in die Gruppe A? Ganz einfach, arbeite an deiner Ausstrahlung und an deinem Kleiderstil. Gute Eigenschaften für Verführerinnen sind:

 

  • Aufrechte, lockere Körperhaltung
  • Vitalität (lockere, sichere Bewegungen, wacher, neugieriger Blick) oder wenn ihr femininer seid, dann
  • Sanfte, fliessende Bewegungen und Gesten
  • Kleidung, die einen höheren sozialen Status andeutet (sportlicher Anzug)
  • Gepflegtes Äusseres
  • Sichere Gesten und Blickkontakt, und wenn ihr femininer seid, dann
  • Mischung aus selbstbewusstem Auftreten und Hilfsbedürftigkeit
  • Empathie

Also, arbeite an dir! Sollte trotz monatlangem Training (neue Kleider, Coiffeur, lies Bücher über Rhetorik, Ausstrahlung und Körpersprache, geh in die Therapie und lerne dich zu lieben, wie du bist, mach Sport, ernähre dich gesund, besorg dir ne Brille etc. etc. Falls du einen Coach braucht, dann melde dich einfach, dann kann ich gegen Entgelt ein individuellen Trainingsplan für dich ausarbeiten..

Und für den Fall, dass trotz monatelangem Training deine Stärke nicht in der äusseren Wirkung liegt, sondern in deinen inneren Werten, dann solltest du möglichst vielen in Frage kommenden Menschen die Möglichkeit geben, nach und nach deine inneren Werte kennen zu lernen. Und das geht nur über eine längere Bekanntschaft. Haha (mein Beileid)

 

Für alle anderen, weiterlesen…


2) Small Talk

Schaut dich  jemand der ersten Gruppe an (auffällig und sympathisch), gilt es, den Kontakt zu suchen. Blöde Anmachsprüche sind jedoch fehl am Platz. Besser ist es, etwas banales, situationsbezogenes zu äusseren.

 

  • Woher kennst du unseren Gastgeber?
  • Warst du schon öfters hier?
  • Hallo, ich heisse X, und du?
  • Ist das nicht ein scheussliches Wetter?

 

Eigentlich ist es gar nicht wichtig, was du sagst, sondern nur, dass du überhaupt etwas sagst. Wenn du Mühe damit hast, dann lohnt es sich, an deiner Extraversion zu üben. Nimm dir vor, einfach „normale“ Leute im Alltag anzusprechen, im Bus, in der Post, überall. Wenn du das ein wenig übst, merkst du, dass die Leute meistens erfreut sind, wenn du sie ansprichst. Dadurch wird deine Hemmung immer kleiner. Natürlich kannst du Schüchternheit auch kurzfristig wegtrinken, aber ab einem gewissen Stadium wirkt Trunkenheit höchst anti-verführerisch.

Wie schon gesagt ist der Inhalt des ersten Satzes nicht entscheidend. Es ist vielmehr wichtig, dass der erste Satz eine Fortsetzung des Gesprächs erlaubt. Im Smalltalk kann über folgendes Gesprochen werden:

  • Beruf, Ausbildung
  • Hobbys
  • Urlaubs- & Zukunftspläne
  • Wetter

 

Dont’s

  • Labere sie nicht zu. Frage dich immer: Ist das, was ich erzähle, für sie interessant?
  • Gib dich nicht verzweifelt
  • Rede nichts negatives, halte dich auf der Sonnenseite
  • Schimpfe NIE über deine Ex Freundinnen!!!

 

Dabei checkt dein Gegenüber folgende Eigenschaften ab

  • Kann sie aufmerksam zuhören?
  • Wie stark sind Humor und Toleranz ausgeprägt?
  • Wie stark ist ihr Interesse an dem, was ich erzähle?
  • Geht die andere auf mich ein?
  • Wie gross sind die Übereinstimmungen? Liegen wir auf einer Wellenlänge?
  • Weckt sie meine Neugier?

 

Dabei ist es besonders hilfreich, zu emotionalisieren. Denn Small Talken kann jeder im Raum, aber jemand, der das Gespräch in die Hand nimmt und sie auf eine tiefe, emotionale Reise mitnimmt, die sie heiss macht, ist ziemlich selten.

Wie funktioniert das Emotionalisieren? Lest weiter.

 

3) Verführung, oder wie man richtig manipuliert

Die beste Verführung hat als Grundlage nicht nur gegenseitige, körperliche Anziehungskraft, sonder geht noch viel weiter: Jede Person hat Wünsche und Sehnsüchte. Wenn du diese beim anderen aufdeckst, und ihnr das Gefühl geben kannst, dass du gewillt und fähig bist, ihr diese Wünsche zu erfüllen, dann hast du sie in der Hand.

Du fragst dich jetzt vielleicht: Wie kann ich wissen, wonach sie sich sehnt?

Es ist die Liebe zum Detail, das Lesen zwischen den Zeilen, was es ausmacht. Jede Person gibt immer wieder Anhaltspunkte über seine Schwächen und Vorstellung, hör genau hin, oder besser: fühl es!

Des Weiteren muss die Zeit, die sie mit dir verbringt, eine angenehme sein. Sie wird dann die positiv erlebten Gefühle mit dir verbinden.

Sei jedoch geduldig, und dränge sie nicht. Gib ihr Freiraum um sich zu entfalten (siehe Anti-Verführer)

Folgend noch ein paar Tipps:

  • Körpersprache

Untersuchungen haben ergeben, dass über 70% der Kommunikation nonverbal verläuft. Also achte darauf, wie sie sich bewegt. Sind die Schultern verkrampft, ihre Arme verschlossen, ist das ein Zeichen von Abwehr. Geh dann einen Schritt zurück, atme tief durch, befreie deine Arme, mach langsame Gesten, rede über nichts Intimes, bring sie zum lachen. Wenn sie sich wohler fühlt, wird sie automatisch eine lockere Haltung einnehmen (oder zwinge sie dazu, die Arme zu öffnen, indem du ihr einen Drink reichst).

Du kannst üben, Körpersprache zu lesen, indem du dich von nun an im Alltag darauf achtest.

  • Mirroring

Personen, die sich mögen, nehmen oft die gleiche Haltung an. Also mach sie nach. Du glaubst, sie merkt das? Nie und nimmer!

  • Pacing

Pacing geht noch einen Schritt weiter. Da werden nicht nur Haltung nachgeahmt, sondern ganze Bewegungen. Wenn du das nächste Mal in der Disco bist, geh zu einer Person, die tanzt, und versuch ihr nachzutanzen. Anmerkung am Rande: es ist immer von Vorteil, eine Frau anzutanzen.

  • Trancewörter

Trancewörter sind Wörter, welche die Person mit vielen positiven Assoziationen und Gefühlen verbindet. Nimm diese in deinen Wortschatz auf.

  • Zuhören

Die meisten Personen fühlen sich wohl, wenn sie sprechen. Es ist ein Zeichen von Öffnung. Grundsätzlich solltest du die Frau doppelt so viel sprechen lassen. Gute Methoden, um sie zum Weiterreden zu animieren sind:

  • Unformulieren, zurückgeben
  • Sie ausreden lassen
  • Offene Fragen stellen
  • Interesse zeigen, mit dem Kopf nicken
  • Den Absatz weiterführen (dabei musst du dich in ihre Rolle versetzen, und annehmen, was sie wohl als nächstes sagen würde).

 

Frauen, die endlos lange ihre Probleme oder Weltsicht ausbreiten, haben schnell verloren. Du musst ihr also nicht zeigen, wie geil du bist, denn das ist eh schon klar (Körperhaltung, Selbstbewusstsein), sondern sie soll sich in deiner Anwesenheit einfach bezaubernd fühlen. Was ist verführerischer? Jemand, der immer nur von sich selbst redet, oder eine Person, bei der Frau sich einfach bezaubernd fühlt?

  • Individuelle Komplimente

Ein allgemeines „Du bist einfach perfekt“ mag lieb gemeint sein, erweckt aber nicht den Eindruck, dass du dir über ihre Persönlichkeit allzu viele Gedanken gemacht hast. Kluge Verführer loben eine Eigenheit, die für sie typisch ist. Unwiderstehlich ist die, die eine Eigenschaft lobt, die für sie bisher eher Anlass zu Selbstzweifeln bot. Mach das aber nur, wenn du es auch wirklich ernst meint.

Du hast Bedenken, weil du auf zu viele Dinge gleichzeitig achten, und gleichzeitig locker bleiben musst? Am besten gehst du der Liste Punkt für Punkt nach. Und, zu deiner Beruhigung: Personen mit verführerischen Qualitäten (Selbstvertrauen, Empathie, Humor) machen dies alles schon fast automatisch.

Beispiel: Gespräch emotionalisieren

A: Also, was hat du gestern gemacht?“

B: Ich war skaten.

A: Du magst skaten?

B: Ja
A: Ist wirklich cool, was?

B: Ja

A: Ich weiss was du meinst.

Und dann beginnst du das Skaten zu beschreiben, als das wundervollste, was ein Mensch auf der Erde erleben kann. Das ist, was Profis auszeichnet: ein Gefühlspattern auf den Punkt aufstellen zu können. Oder lass sie es beschreiben, wenn das Girl eine Rednerin ist. Voila, du hast das oberflächliche Gerede emotionalisiert.

4) ONS = One Night Stand

 

Merke, eine Gentlewoman lässt auch beim Sex der Dame stets den Vortritt (orgasmusmässig).

Die Mehrheit der Frauen (und Männer) mögen den ONS nicht. Dennoch haben sich die meisten schon mehr als einmal auf die schnelle Nummer eingelassen. Denn ONS bietet die Möglichkeit, sich auszutauschen, auszuprobieren und Spass zu haben. Aber: Insgeheim sehnen sich die meisten doch nach einer stabilen Beziehung, nach tiefen Gefühlen und Zärtlichkeit (wie öde).

Darum kann es sein, dass du die Moralische, die „Ich liebe dich“ Nummer vorspielen musst, um sie ins Bett zu bekommen. Das dauert aber meist so lange (mindestens 2 Wochen und 3 Dates), dass man dann nicht mehr von einem ONS sprechen kann. Anyway. Diese Masche hat folgende Vor- und Nachteile:

Vorteile

  • Du kriegst 60% der Frauen, statt nur 20%.
  • Du kriegst auch die hübschen Frauen.
  • Damit du die Frau kriegst, musst du sie emotional verführen. Um eine Frau emotional zu verführen, braucht es viel mehr, als jemanden bloss körperlich anzumachen. Die Herausforderung ist viel grösser. Und, ich weiss, es klingt pervers, aber schwere Herausforderungen geben uns mehr Bestätigungen als leichte.

 

Nachteile

  • Du spielst mit Herzen, zerstörst Hoffnungen und hinterlässt Schmerz.
  • Da die Szene recht klein ist, wird dein Image darunter leiden, so dass du nach einer gewissen Zeit nicht mehr an die geilen Frauen rankommst.

 

Tatsache: Oft bleibt es ledeglich bei einem ONS.

 

Wieso das so ist?

 

Erklärung

Es sind weniger die fehlenden Gefühle beim raschen Sprung ins Bett als die nachfolgenden Komplikationen. Es kann sein, dass du es furchtbar fandest und die Chica schnell loswerden willst. Sie will jedoch weiterschmusen und dich wiedertreffen. Oder umgekehrt: Sie will früh weg und du fragst dich: „Bin ich zu dick?“ Sex schafft körperliche Nähe. Die schnelle Intimität stört jedoch den Prozess des allmählichen Kennenlernens. Trotz der plötzlichen Annäherung seid ihr füreinander immer noch fremd.

 

Regeln bei einem ONS

  • Zu mir oder zu dir? Oft eine Frage der praktischen Umstände: Wessen Wohnung ist leichter zu erreichen? Die eigene Wohnung ist bequemer (du musst am Morgen nicht weg), und du fühlst dich sicherer, weil du in deinem eigenen Territorium bist. Vorausgesetzt, in deiner Höhle herrscht nicht das totale Chaos. Nachteil: Du kannst nicht einfach abhauen, wenn die Nacht eine Katastrophe war, sondern musst die Chica hinaus werfen.
  • Keine Experimente (es sei denn, ihr habt vorher schon darüber gesprochen). Du erschrickst sie nur. Bleibe beim Standartprogramm. Das Abenteurer liegt eher im Erkunden des unbekannten Körpers, im Reiz der Eroberung.
  • Spielerisch und locker. Kein Leistungsdruck! Auch wenn alles auf das Eine hinausläuft: Es kann passieren, muss aber nicht. Fixierung auf das Ziel Sex und Orgasmus bringt mehr Stress als Freude.
  • Am nächsten Tag weder grusslos verschwinden, aber auch nicht über Heirat und Kinder reden. Tausche Telefonnummern. Lass das Erlebnis erst einmal zwei, drei Tage wirken, bevor du entscheidest, ob sich eine Fortsetzung lohnt.
  • Gemeinsames Frühstück muss nicht sein. Vor allem, wenn dem ONS eine grössere Menge Alkohol vorausging und du in Katerstimmung bist. Dann ist es besser, sich kurz zu verabschieden, und – jede für sich – erste einmal wieder in eine präsentable Alltagsverfassung zu bringen.