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Eines muss leider zu Beginn gesagt werden. Es war kein leichtes Spiel in die lasziv anmutende Party hineinzukommen. Bereits zu Beginn der Party räkelten sich die szenigsten und schönsten Lesben der Nation vor den Toren des ehemaligen und legendären Spidergalaxy, um den strengen Augen einer hübschen, doch leider heterosexuellen Türsteherin gerecht zu werden. Im 10min Takt wurden als hip geltenden oder konstant scharfsinnigen Frauen mit hoher Frustrationstoleranz Einlass gewährt. Sogar die Organisatorinnen, die auch mit im Spiel Katzenfutter mitmischen, mussten sich mit Leib und Seele durch die Masse kämpfen.
Einmal an der Party, begrüssten einem eine rauchige Location, abgefuckte Beats und Völkerwanderung. Wo wollen die denn alle hin? Sind sie nicht zufrieden an ihrem Ort? Gesucht wurde ein Platz, sich frei vom Unmut der letzen Warteminuten zum Irrsinn der Musik zu bewegen. Die Musik war gut, verglichen mit regulären Lesbenpartys sogar aussergewöhnlich sensationell. Endlich mal eine Party mit gutem Soundkonzept. Erst gegen drei oder vier Uhr leerte sich der Raum allmählich, der Spreu trennte sich vom Weizen, und wer es bis dann durchgehalten hatte, wurde mit tanzfreudigen Leuten und einer ausgelassenen Stimmung beglückwünscht. Der Lesbenkuchen hatte sich bereits durch fiese Intrigen und Zickenhass aufgelöst. Ein hübsches Dankeschön an die Intriganten.
Die Frage des Abends ist wohl, was für einen Sinn es ergibt, gegen 1000 Lesben und Friends zu mobilisieren für einen Club, in den nur 300 reinpassen. Wo liegt da der höhere Sinn?
Ist es die Exklusivität? Treibt eine Nachfrage, die deutlich höher als das Angebot ist, den Wert und Preis nach oben?
Diese Frage gilt es zu beantworten. Wenn nicht an dieser, so an der nächsten Party!

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